Dank EADS-Verkauf: Daimler kann Gewinn steigern

Im zweiten Quartal dieses Jahres konnte Daimler seinen Netto-Gewinn verdreifachen. Vor allem die Erlöse aus dem verkauf der EADS-Anteile beflügelten jedoch das Konzernergebnis. Die Absätze am Automarkt haben nahmen zwar zu, jedoch ging die Umsatzrendite in fast allen Sparten zurück.

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Daimler gelang es im zweiten Quartal, den Nettogewinn von 1,56 Milliarden Euro im Vorjahresquartal auf 4,58 Milliarden Euro zu steigern. Trotz gestiegener Umsätze auf dem Pkw-Markt und in den anderen Automobil-Sparten, lag der Grund für das gute Ergebnis jedoch hauptsächlich in Daimlers Verkauf der EADS-Anteile.

„Unser Ergebnis hat sich im zweiten Quartal gegenüber den ersten drei Monaten des Jahres wie angekündigt deutlich verbessert und die Markterwartungen übertroffen“, sagte Konzernchef Dieter Zetsche am Mittwoch bei der Vorstellung der Ergebnisse. „Das ist ein Fortschritt in unserer Ergebnisentwicklung, aber kein Grund sich auszuruhen. Wir werden konsequent weiter an der Erreichung unserer Ziele arbeiten.“

Vor allem die so genannten Sondereffekte trugen zu dem guten Quartalsergebnis bei. „Das Ergebnis des zweiten Quartals war durch einen Ertrag im Zusammenhang mit der Neubewertung und der Veräußerung der verbliebenen EADS-Anteile in Höhe von insgesamt 3,2 Mrd. € positiv beeinflusst“, heißt es im Lagebericht.

In den Automobil-Sparten konnte das Unternehmen im zweiten Quartal teilweise auch die Absätze steigern. Vor allem die Kompaktklasse verkaufte sich in den USA und in Europa vergleichsweise gut. Hier stieg der Absatz um neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Allerdings drückte die niedrigeren Marge in diesem Bereich die Umsatzrendite. Bei den Trucks hingegen gingen die Absätze zurück, so Daimler.

Die Erwartungen des Konzerns sind jedoch äußerst zurückhaltend:

„Sofern es zu keiner neuerlichen Eskalation der europäischen Staatsschuldenkrise kommt, sprechen die aktuellen Entwicklungen für eine zaghafte Belebung der Konjunktur in der Eurozone. Aber auch wenn sich in den nächsten beiden Quartalen jeweils ein kleiner Zuwachs ergeben sollte, wird die gesamtwirtschaftliche Leistung der Europäischen Währungsunion im Gesamtjahr 2013 unter dem Vorjahresniveau bleiben. Die Wachstumsaussichten für eine Vielzahl von Schwellenländern haben sich zur Jahresmitte etwas eingetrübt.“

Vor allem auf dem US- und dem chinesischen Markt sieht das Unternehmen weiter Chancen zur Steigerung der Absätze.

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