Tages- und Festgeldrechner präsentiert von ZINSPILOT

 

Banken wollen Daten der Kunden weltweit vernetzen

Lesezeit: 1 min
16.09.2013 23:35
Die Staaten verlangen von den Banken das Sammeln, Speichern und Analysieren von Kundendaten. Nun wollen die Banken die Daten aller Kunden weltweit vernetzen. Damit wird im Ernstfall der Zugriff auf die Bank-Konten der Kunden schneller und effizienter möglich - etwa im Fall eines Banken-Crashs.

Um Kosten zu sparen, verhandeln Großbanken wie HSBC und Morgan Stanley über die Einführung branchenumfassender Dienste zur Überprüfung der Bankkunden. Diese sind ihnen im Rahmen des Kampfes gegen Geldwäsche und Terrorismus vorgeschrieben.

Am Montag kündigen die Finanzdienstleister Genpact und Markit den ersten branchenweiten Dienst zur Überprüfung neuer Kunden und zur Verwaltung von Kundenprofilen an, berichtet die FT. HSBC und Morgan Stanley werden mit den beiden Dienstleister bei der Errichtung des Dienstes zusammenarbeiten. So sollen Kosten reduziert und die Einhaltung der neuen Finanzmarkt-Regulierungen verbessert werden.

Vor weniger als einem Jahr musste HSBC in den USA wegen Geldwäsche eine Strafe von 1,9 Milliarden Dollar zahlen. Die globalen Banken wollen Kosten für die Verletzung sogenannter Kenne-deinen-Kunden-Regulierung vermeiden. Diese Regulierungen zwingen die Banken zur Datensammlung, mit deren Hilfe riskante und verdächtige Kunden identifiziert werden sollen. Das Ziel dabei ist nach Angaben der Regulierer der Kampf gegen Geldwäsche und gegen die Finanzierung des Terrorismus.

Die Kosten des vorgeschriebenen Datensammelns und der Datenverwaltung sind hoch. Daher wollen die Banken die Verwaltung der Kundendaten nun vernetzen. Sie wollen die Verwaltung outsourcen, sodass sie alle auf die Daten der Kunden zugreifen können, diese aber an einer Stelle zentral verwaltet werden. Es wird sogar darüber nachgedacht, das Sammeln der Daten und die Risikobewertung komplett an einen Dritten abzugeben.

Damit können die Staaten im Ernstfall sehr effizient Zugriff auf die Konten der Kunden erhalten. Dies könnte etwa im Fall einer Zwangsabgabe bei einem Banken-Crash von großem Nutzen sein. Durch die globale Vernetzung der Banken wird so eine Flucht vor dem Zugriff des Staates immer schwieriger.

Private Firmen sind heute schon vielfach Partner der Staaten bei der Erhebung von Daten. Diese Firmen machen mit den Daten Geschäft - und haben sich aus wirtschaftlichem Interesse den Vorschriften der Staaten zu unterwerfen (mehr dazu hier).



DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Deutschland, Japan, Südkorea: Die Exportweltmeister straucheln in die Krise

Der weltweite Abschwung hat vor allem in den großen Exportländern wie Deutschland, Japan und Südkorea zu einem Einbruch der Konjunktur...

DWN
Finanzen
Finanzen Analysen: Weltwirtschaft so schwach wie am Ende der letzten globalen Rezession

Umfragen der wichtigen Datenanbieter Ifo und IHS Markit zeichnen ein düsteres Bild der Weltwirtschaft. Beiden Instituten zufolge befinden...

DWN
Politik
Politik China baut Griechenland zum europäischen Brückenkopf der Neuen Seidenstraße auf

Chinas Staatschef Xi Jinping hat während seines Besuches weitere Investitionen in Griechenland angekündigt. Mithilfe der Chinesen stieg...

DWN
Politik
Politik Inspekteur der Deutschen Marine: Um abzuschrecken, müssen wir kämpfen können

Die Deutsche Marine hat entbehrungsreiche Zeiten hinter sich: Jahrzehntelang wurde sie in hohem Maße vernachlässigt und finanziell sowie...

DWN
Politik
Politik Bolivien: Morales flieht nach Mexiko, im Land brechen Unruhen aus

Der bolivianische Ex-Präsident Morales ist nach Mexiko ins Exil geflohen. Zuvor wurde er vom Militär unter dem Vorwand der Wahlfälschung...

DWN
Deutschland
Deutschland Windkraft-Krisengipfel in Hannover: Die Politik steht zwischen Unternehmen, Bürgern und Verbänden

Die Windkraftbranche wird derzeit von Nackenschlägen erschüttert. Am vergangenen Freitag hat Enercon einen massiven Stellenabbau...

DWN
Finanzen
Finanzen Verluste deutlich ausgebaut: Die WeWork-Blase platzt

Das Unternehmen WeWork wurde erst von Medien und interessierten Kreisen gefeiert, nun setzt der Kater ein. Statt Gewinnen erwirtschaftet...

DWN
Technologie
Technologie Dudenhöffer: „Teslas Pläne sind für die Autobauer gut, für die Bundesregierung ein Problem“

Die Pläne des US-Elektroautoherstellers Tesla zum Bau einer großen Batteriefabrik nahe Berlin wirken sich dem Autoexperten Ferdinand...

DWN
Deutschland
Deutschland Heckler&Koch steht zum Verkauf: BND untersucht dubiose Interessenten

Der deutsche Waffenproduzent Heckler&Koch wird von Schulden bedrückt. Jetzt gibt es Meldungen, dass er verkauft werden soll. An wen, ist...

DWN
Politik
Politik „Die EU darf nicht gegen Amerikaner, Russen oder Chinesen sein. Sie muss mit allen zusammenarbeiten“

Ende Oktober fand in Verona - inzwischen zum zwölften Mal – das Eurasische Wirtschaftsforum statt. Die Deutschen Wirtschaftsnachrichten...

DWN
Finanzen
Finanzen Nach Problemen mit Libra startet Facebook neues Bezahlsystem

Politik und Zentralbanken laufen Sturm gegen Facebooks Pläne mit der Kryptowährung Libra. Daher startet das soziale Netzwerk nun das...

DWN
Finanzen
Finanzen ETFs stocken Goldbestände deutlich auf

Börsengehandelte Fonds haben im dritten Quartal ungewöhnlich viel Gold gekauft.

DWN
Deutschland
Deutschland Gewalt gegen Schiedsrichter: Sportgericht sperrt fast komplette Mannschaft von Kreisligist

Ein Sportgericht hat fast die gesamte Mannschaft des Kreisligisten BV Altenessen II wegen einer Hetzjagd auf einen Schiedsrichter gesperrt....

DWN
Technologie
Technologie Deutschland arbeitet bei Teststrecke für Wasserstoff-Züge mit Norwegens NEL zusammen

Die Herstellung von Wasserstoff, um Energie zu gewinnen, ist eine Alternative zum Verbrennungsmotor. Ein Unternehmen, das dort eine...

celtra_fin_Interscroller