Umverteilung: Draghi treibt Anleger in Italo-Bonds

Die außergewöhnlichen Maßnahmen der EZB bescheren Italien und Spanien die billigsten Kredite seit der Einführung des Euro.

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Die Beschlüsse der EZB zur Ankurbelung der Kreditvergabe haben die Anleger am Freitag in die Anleihen der Euro-Krisenstaaten getrieben. Die Kurse stiegen, entsprechend bergab ging es mit den Renditen. Zehnjährige italienische Titel warfen mit 2,837 Prozent so wenig ab wie noch nie seit Einführung des Euro. Im Schlussgeschäft vom Donnerstag hatten die Renditen bei 2,946 Prozent gelegen. Auch die Renditen spanischer und irischer Papiere fielen mit 2,74 beziehungsweise 2,51 Prozent auf ein Rekordtief.

Die EZB hatte am Donnerstag ein ganzes Bündel von Maßnahmen angekündigt, um die Kreditvergabe in der Euro-Zone anzukurbeln und eine mögliche Deflation zu verhindern. Neben der Senkung der Leitzinsen auf rekordniedrige 0,15 Prozent beschloss die EZB einen Strafzins für Banken und neue milliardenschwere Geldspritzen. Händlern zufolge dürften vor allem die südeuropäischen Staaten von diesen Maßnahmen profitieren.

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