Österreichischer Zentralbanker beschwört Krise von 1930

Die Lage in der Euro-Zone ist offenbar deutlich ernster als gedacht: Der Präsident der Österreichischen Nationalbank sagte, dass es ohne die brachialen Maßnahmen der EZB zu einem Crash wie in den 1930er-Jahren hätte kommen können.

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Der Chef der Nationalbank Österreichs (OeNB), Ewald Nowotny, zeigt sich in der Kronen-Zeitung besorgt über die Stabilität des internationalen Finanzsystems:

„Bei einer schwachen Wirtschaftslage und steigender Arbeitslosigkeit ist es die Aufgabe der EZB, Anreize für Investitionen zu setzen, die die Konjunktur ankurbeln.“

Die EZB hätte Anreize geschaffen, um somit eine Krise wie im Jahr 1930 zu verhindern.

Die Niedrigzinspolitik im Rahmen einer Billiggeld-Strategie der EZB sei aktuell richtig:

„Sobald es ein deutliches Wachstum, also mehr als zwei Prozent gibt, tritt die Zinswende ein. Das wird aber aus heutiger Sicht kaum vor 2016 sein (…) Es dient ja dazu, dass Investitionen finanziert werden oder dass man Firmen Kredit geben kann.“

Doch der OeNB-Chef gibt auch zu, dass die EZB teilweise sehr hohe Auflagen und Vorschriften für die Kreditvergabe ansetzt:

„Das ist nicht unproblematisch, es ist aber notwendig, damit wir längerfristig ein stabiles Bankensystem in der Euro- Zone haben.“

Nowotny, der sich gern und häufig zur Politik der EZB äußert, liegt damit auf demselben Kurs wie eine deutsche Wirtschaftsweise (hier): Es muss schlimm um die Lage in der Euro-Zone stehen, wenn die Alternative zur Enteignung der Sparer der große Crash ist.

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