Putin ärgert Obama und bestellt 16 neue Flugzeuge bei Boeing

Wladimir Putin verwirrt die Amerikaner und antwortet auf die Sanktionen gegen die Billig-Fluglinie Dobrolet mit einem unorthodoxen Schachzug: Er ließ beim US-Hersteller Boeing 16 neue Maschinen bestellten und leistete eine Anzahlung. Dem Konzern hat es die Rede verschlagen, noch liegt keine Stellungnahme vor.

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Die von den EU-Sanktionen betroffene russische Billigairline Dobrolet will beim US-Konzern Boeing neue Flugzeuge kaufen. Die Fluggesellschaft habe eine Vorvereinbarung zum Erwerb von 16 neuen Maschinen des Typs Boeing-737-800 unterzeichnet, teilte der von der staatlichen russischen Fluglinie Aeroflot betriebene Billigflieger mit. Die Gesellschaft musste in der vergangenen Woche alle Flüge streichen, weil als Folge der EU-Sanktionen ein Leasing-Vertrag für Boeing-Flugzeuge geplatzt war. Dobrolet fällt unter die Sanktionen der EU, weil sie auch die Krim anfliegt, die Russland sich im März gegen heftige Proteste des Westens einverleibt hatte.

Die Airline musste wegen der Sanktionen den Flugbetrieb vorübergehend einstellen (mehr dazu hier).

Nach der noch vorläufigen Vereinbarung mit Boeing sollen die neuen Maschinen in den Jahren 2017 und 2018 ausgeliefert werden, wie ein Dobrolet-Sprecher sagte. Die Airline habe am vergangenen Montag eine Sicherheitszahlung auf das Geschäft geleistet. Boeing war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Doch Putin lockt nicht nur mit neuen Geschäften, er reagierte auf die EU-Sanktionen auch mit Gegenmaßnahmen: Als Reaktion auf die Sanktionen des Westens hat Putin per Dekret festgelegt, dass die Einfuhr von Agrarprodukten aus diesen Ländern verboten oder beschränkt wird. Das teilte die Pressestelle des Präsidialamts am Mittwoch mit. Die Importverbote sollen zunächst ein Jahr gelten. Die Regierung sei beauftragt worden, Listen mit den betroffenen Gütern zu veröffentlichen.

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