Russische Marine errichtet Stützpunkt nahe Alaska

Die russische Kriegsmarine rückt näher an die USA heran: Die russische Pazifikflotte hat erstmals einen Marinestützpunkt in der Arktis unweit des US-Bundesstaates Alaska gegründet. Die Amerikaner könnten die Aktion als eine Provokation werten.

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Das russische Kriegsschiff «Marschall Gelowani» befindet sich in der Arktis, um Russlands energiepolitische Interessen zu verteidigen. (Foto: Defence Russia)

Das russische Kriegsschiff «Marschall Gelowani» befindet sich in der Arktis, um Russlands energiepolitische Interessen zu verteidigen. (Foto: Defence Russia)

Die russische Pazifikflotte hat erstmals einen Marinestützpunkt in der Arktis unweit des US-Bundesstaates Alaska gegründet. Das Kriegsschiff «Marschall Gelowani» machte im Nordpolarmeer auf der Insel Wrangel fest und hisste dort am Mittwoch die Flagge der Flotte, wie die Marine mitteilte. «Damit ist auf der Arktis-Insel der erste Stützpunkt der Pazifikflotte Russlands gegründet», sagte Marinesprecher Roman Martow.

Russland will mit einer zunehmenden Militärpräsenz in der Arktis auch seine Ansprüche auf die dort vermuteten Bodenschätze wie Edelmetalle, Öl und Gas untermauern. Experten sehen darin nicht zuletzt ein Drohpotenzial gegen andere Arktis-Anrainer wie die USA und Kanada.

Vor 90 Jahren – am 20. August 1924 – hatte der mit dem Schiff «Roter Oktober» angereiste Offizier Boris Dawydow auf der Insel die Fahne der damals noch jungen Sowjetunion gehisst. Benannt ist das Eiland nach dem russischen Polarforscher Ferdinand Petrowitsch Wrangel, der im 19. Jahrhundert lebte.

Russlands Fahne sei dort noch zu Zarenzeiten im September 1911 gehisst worden, berichteten Medien in Moskau. Zeitweilig hätten auch die USA und Großbritannien Ansprüche auf die Insel erhoben. Nach Dawydows Ankunft seien dort US-Siedler vertrieben worden, hieß es.

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