Oracle: Larry Ellison tritt zurück

Larry Ellison tritt als CEO von Oracle zurück. Er hat das Software-Unternehmen zu einem weltweit führenden Konzern geformt.

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Der SAP -Rivale Oracle tauscht überraschend seinen Chef aus. Wie der Softwarekonzern am Donnerstag nach US-Börsenschluss bekanntgab, übernimmt der bisherige CEO Larry Ellison die Stelle als Technischer Geschäftsführer (CTO) und Executive Chairman. An seine Stelle treten als Doppelspitze Safra Catz und Mark Hurd. „Wir drei arbeiten seit mehreren Jahren gut zusammen“, erklärte Ellison. Dies solle „auf absehbare Zeit“ so bleiben. Ellison war 1977 einer der Mitbegründer des Unternehmens, das später zu dem Datenbank-Riesen heranwuchs.

Zudem gab Oracle seine Unternehmenszahlen für das erste Geschäftsquartal bekannt. Dabei wirkte sich ein Rückgang um 7,6 Prozent beim Hardware-Absatz auf das Gesamtergebnis aus: Der Umsatz stieg zwar um drei Prozent auf 8,6 Milliarden Dollar, lag aber damit unter den 8,78 Milliarden Dollar, die von Reuters befragte Analysten erwartet hatten. Der Gewinn fiel auf 2,18 Milliarden Dollar nach 2,19 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Ohne Sonderposten betrug er 62 US-Cent je Aktie, während die Experten 64 Cent erwartet hatten. Der US-Konzern kündigte weiter eine Ausweitung des Aktienrückkauf-Programms um bis zu 13 Milliarden Dollar an.

Die Oracle-Aktie verlor im nachbörslichen Handel 2,4 Prozent. Experten zeigten sich von Ellisons Rücktritt von der Firmenspitze überrascht. Zwar habe es entsprechende Spekulationen gegeben, sagte Daniel Ives von FBR Capital Markets. Der Zeitpunkt löse jedoch Verwunderung aus. „Die Wall Street wird viele Fragen haben.“

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