Molotow-Cocktails im Regierungs-Viertel: Polizei ermittelt gegen militante Gruppe

Die Behörden ermitteln in Berlin, ob mehrere Brandanschläge im Berliner Regierungsviertel auf eine neue, militante Gruppe aus dem rechtsextremen Milieu zurückzuführen seien. Bekennerschreiben legten diesen Verdacht nahe.

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Im Berliner Regierungsviertel sind in den vergangenen Wochen vier Anschläge mit Molotow-Cocktails durchgeführt worden. Zu den Anschlägen hatte sich eine bisher unbekannte Gruppe mit dem Namen „Deutsche Widerstandsbewegung“ bekannt. Einem Bericht des Spiegel zufolge prüfen die Sicherheitsbehörden jetzt, ob sich hier neue militante Strukturen bilden. Der Spiegel schreibt, dass die Behörden ermitteln, ob sich „im Zusammenhang mit den seit Wochen anwachsenden ausländer- und islamfeindlichen Demonstrationen neue militante Strukturen bilden“, wie der rbb schreibt.

Eine rechtsextreme Gruppe hatte im November einen Brandanschlag auf ein Bundestagsgebäude versucht. Dabei wurde in der Nacht zum 24. November ein sogenannter Molotow-Cocktail am Paul-Löbe-Haus gegenüber dem Kanzleramt abgestellt und angezündet. Das Feuer erlosch aber von selbst. Die Polizei bestätigte am Donnerstag einen entsprechenden Bericht der «Berliner Morgenpost».

Gefunden wurde demnach ein Bekennerschreiben einer Gruppe «rechter Motivation». Den Namen der Gruppe wollte die Polizei nicht nennen. Im Paul-Löbe-Haus haben Bundestagsabgeordnete ihre Büros.

Unbekannt war, ob es einen Zusammenhang gibt zu ähnlichen Anschlagsversuchen im August auf die CDU-Zentrale und im September auf das Reichstagsgebäude. Damals waren jeweils Flugblätter gefunden worden, die auf einen rechtsextremen Hintergrund hindeuteten. Die Polizei prüfe mögliche Verbindungen, sagte ein Sprecher.

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