Europäische Unternehmen treten bei South Stream den Rückzug an

Die BASF-Tochter Wintershall hat ihre Beteiligung an der South Stream-Projekt an den russischen Energieriesen Gazprom veräußert. Auch das französische Energieunternehmen EDF und die italienische ENI steigen aus. Ob die Unternehmen mit dem Ausstieg Verluste gemacht haben, ist unklar.

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Der Chemiekonzern BASF ist bei dem gescheiterten Pipeline-Projekt South Stream ausgestiegen. Die BASF-Tochter Wintershall habe ihre 15-prozentige Beteiligung an der South Stream Transport B.V. an den russischen Partner OAO Gazprom veräußert, teilte BASF am Montag mit. Damit sei ihr Unternehmen komplett bei South Stream ausgestiegen, sagte eine Firmensprecherin. Über den Kaufpreis hätten die Parteien Stillschweigen vereinbart, er entspreche aber gemäß der Gesellschaftervereinbarung dem von BASF eingesetzten Kapital.

Anfang des Monats hatte Russland überraschend das Aus für das Erdgas-Pipeline-Projekt erklärt, bei dem durch Leitungen von Südrussland durch das Schwarze Meer bis nach Österreich etwa ein Zehntel des europäischen Gasbedarfs hätte gedeckt werden sollen.

Der italienische Energiekonzern Eni verkauft seine 20-prozentige Beteiligung ebenfalls an das russische Unternehmen Gazprom, teilte Eni am Montag mit. Über die Höhe des Kaufpreises wurde auch hier nichts bekannt.

Das französische Energieunternehmen EDF teilte ebenfalls mit, es habe seine Anteile an Gazprom verkauft. Auch der italienische Versorger Eni sei ausgestiegen, sagte die BASF-Sprecherin. Das berichtete auch die russische Agentur Interfax. ENI äußerte sich zunächst nicht. Die drei Firmen waren an dem Teilunternehmen beteiligt, das für den Gastransport durchs Schwarze Meer zuständig sein sollte. An dem über Land laufenden Pipeline-Projekt sind neben Gazprom Unternehmen aus den Ländern, durch die Röhre laufen soll, je zur Hälfte beteiligt. Unter diesen Firmen ist auch der österreichische Erdöl- und Gaskonzern OMV.

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