Fitch stuft Russland herab: Rubel sackt ab

Die Rating-Agentur Fitch senkt die Bonität von Russland auf knapp über Ramsch-Niveau. Der Leitindex sank daraufhin um mehr als drei Prozent. Der Rubel sackte ebenfalls ab.

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Der Dollar legte in der Spitze knapp drei Prozent auf 63,06 Rubel zu. (Grafik: <a href="http://www.ariva.de/usd-rub-us-dollar-russischer_rubel-kurs/chart?boerse_id=166&amp;t=month" target="_blank">ariva.de</a>)

Der Dollar legte in der Spitze knapp drei Prozent auf 63,06 Rubel zu. (Grafik: ariva.de)

Die Senkung der Bonitätsnote Russlands und der anhaltende Ölpreisverfall haben den Moskauer Aktienmarkt am Montag belastet. Der Leitindex fiel um bis zu 3,2 Prozent. Auch für den Rubel ging es bergab. Der Dollar legte in der Spitze knapp drei Prozent auf 63,06 Rubel zu. Die Ratingagentur Fitch bewertet die Kreditwürdigkeit Russlands nun nur noch mit „BBB minus“ nach bislang „BBB“. Eine weitere Herabstufung ist möglich, der Ausblick ist negativ. Fitch begründete das schwächere Rating mit verschlechterten Aussichten für die russische Wirtschaft.

Mit „BBB minus“ liegt die Bewertung russischer Staatsanleihen bei Fitch nur noch knapp über Ramsch-Status. Dies sind Schuldpapiere, die Bonitätsprüfer als riskante, spekulative Anlagen ansehen und nicht mehr als solide Engagements (Investment Grade). „Unserer Ansicht nach wird die mögliche Herabstufung auf unterhalb von Investment-Grade von den Friedensverhandlungen in der Ostukraine abhängen“, schreibt Commerzbank-Analyst Simon Quijano-Evans in einem Kommentar. „Ohne Frieden in der Ukraine ist ein Abbau der Sanktionen gegen Russland wenig wahrscheinlich.“

Die westlichen Sanktionen in Folge der Ukraine-Krise wie auch der Preisrutsch beim Öl machen der russischen Wirtschaft derzeit zu schaffen. Der Ölpreis hat seit Mitte vergangenen Jahres rund die Hälfte an Wert eingebüßt, der Rubel kam 2014 auf ein Minus von 72 Prozent zum Dollar.

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