Gegen eigene Vorgaben: Politiker fahren kaum Elektroautos

Die Regierung setzt weit weniger Elektroautos ein, als sie selbst vorschreibt: Nur sechs Prozent der angeschafften Dienstwagen haben einen Elektro-Antrieb. Die vorgeschriebene Quote von zehn Prozent erfüllen nur vier von 17 Bundesministerien und Behörden.

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Die Regierung verfehlt ihre eigenen Vorgaben für den Einsatz von Elektroautos, zehn Prozent der neu gekauften oder angemieteten Dienstwagen elektrisch zu fahren. Nur vier von 17 Bundesministerien und Behörden erfüllen die Quote, so eine Antwort der Regierung auf eine Grünen-Anfrage.

Im Schnitt fahren nur sechs Prozent der Mitarbeiter mit Elektroautos, kritisiert der Grüne Abgeordnete Stephan Kühn im Tagesspiegel. Lediglich das Auswärtige Amt, das Innen- und das Verkehrsministerium sowie das Bundespresseamt halten die 10-Prozent Vorgabe ein. Im Familienministerium gebe es ebenso wie im Justiz- und Entwicklungsministerium hingegen überhaupt keine Elektroautos, eine Anschaffung sei in diesem Jahr auch nicht mehr geplant.

Eigentlich wollten die Politiker für die Energiewende mit gutem Beispiel vorangehen: Die Vorgaben besagen, dass bereits ab 2013 mindestens 10 Prozent aller Dienstwagen einen Elektroantrieb haben sollen. Eine entsprechende Beschaffungsaktion wurde im nationalen Aktionsplan Energieeffizienz für 2015 zwar angekündigt, bisher sind allerdings keinerlei konkreten Pläne zur Umsetzung bekannt.

Auch der Bundesverkehrsminister geht mit schlechtem Beispiel voran: Alexander Dobrindt fährt einen BMW 530d xDrive Gran Turismo und ist mit einem Ausstoß von 163 Gramm CO2 pro Kilometer damit laut Dienstwagen-Ranking der Deutschen Umwelthilfe Vorletzter im Emissionsranking der deutschen Politiker.

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