London will sich nicht an Griechenland-Krediten beteiligen

Die britische Regierung macht klar, dass sie sich nicht an den Rettungsmaßnahmen für Griechenland beteiligen wird. Der EU-Haushalt - und damit auch Geld des Nettozahlers Großbritannien - würde als Sicherheit herhalten müssen. London schätzt das Risiko als hoch ein, dass Griechenland seine Kredite nicht zurückzahlt.

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Großbritannien weigert sich strikt, sich an Krediten für Griechenland zu beteiligen. „Unsere Kollegen in der Eurozone haben die Botschaft laut und deutlich erhalten, dass es nicht akzeptabel ist, dass britische Unterstützung für Rettungsmaßnahmen in der Eurozone wiederbelebt wird“, zitieren mehrere britische Zeitungen am Dienstag eine Quelle aus dem Londoner Finanzministerium.

Den Berichten zufolge will EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker Instrumente des alten Rettungsschirmes EFSM wiederbeleben. Demnach würde der EU-Haushalt – und damit auch Geld des Nettozahlers Großbritannien – als Sicherheit herhalten müssen, falls Griechenland seine Kredite nicht zurückzahlt. London schätzt das Risiko als hoch ein.

Die Downing Street gab sich offiziell diplomatischer. Man gehe davon aus, dass die Vereinbarung von 2010, den EFSM nicht mehr zur Rettung von Euro-Ländern heranzuziehen, steht, sagte ein Sprecher. „Wir haben keinen solchen Vorschlag bekommen und es liegt auch keiner auf dem Tisch.“

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