Deutsche Postbank vor Börsengang mit weniger Kapitalpolster

Mit einem Anstieg in operativen Gewinn bereitet sich die Deutsche Postbank auf den Börsengang vor. Die Kernkapitalquote sank allerdings und zeigte, dass die Bank noch an der Umsetzung seiner Strategie arbeiten muss.

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Die Deutsche Postbank kommt vor der Abspaltung von der Deutschen Bank im operativen Geschäft voran. Im ersten Halbjahr verdiente das Institut unter dem Strich 209 Millionen Euro, wie es am Donnerstag in Bonn mitteilte. Das seien 16 Prozent mehr als im Vorjahr, wenn man die Effekte aus dem Verkauf mehrerer Dienstleistungstöchter an den Mutterkonzern außer Acht lasse. „Wir legen die Basis für unseren geplanten Börsengang“, sagte Vorstandschef Frank Strauß. Die Postbank sei strategisch auf dem richtigen Weg, sie habe aber „auf einigen Feldern noch Hausaufgaben zu erledigen“, räumte er ein.

Einen Rückschlag erlebte die Postbank unter anderem bei den Kapitalpolstern: Die harte Kernkapitalquote schrumpfte in den ersten sechs Monaten auf 10,1 von 10,5 Prozent. Ein Grund dafür sei das wachsende Kredit-Neugeschäft mit Privatkunden, durch das die Bilanzrisiken der Postbank stiegen, erläuterte ein Sprecher. Auch bei der Verschuldungsquote (Leverage Ratio) erreicht die Postbank mit 2,9 Prozent die künftige Mindestquote von drei Prozent noch nicht. Das liegt unter anderem am großvolumigen Baufinanzierungsgeschäft der Bauspar-Tochter BHW, das zwar risikoarm ist, aber die Bilanzsumme aufbläht.

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