Erholung am US-Arbeitsmarkt nicht nachhaltig

Die neuen Zahlen vom US-Arbeitsmarkt zeichnen eigentlich das ruhige Bild einer leichten Senkung der Arbeitslosenrate und neu generierten Arbeitsplätzen. Ein zweiter Blick offenbart jedoch „massive qualitative Mängel“.

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Der neueste Bericht des US-Arbeitsministeriums über den US-Arbeitsmarkt wirft Fragen nach den Motiven für die bevorstehende Zinswende auf. Denn diese wurde von der Fed ursprünglich an die Bedingung einer Erholung des Arbeitsmarkts geknüpft.

Oberflächlich belegt der Bericht eine Verringerung der Arbeitslosenrate um 0,2 Prozent auf 5,1 Prozent. Die genauere Betrachtung der Situation zeigt jedoch, dass die Beteiligungsrate der arbeitsfähigen Bevölkerung gesunken und die Erwerbsbevölkerung innerhalb der letzten 8 Jahre um 14,9 Millionen Menschen geschrumpft ist.

Zwar wurden in diesem Zeitraum auch 4 Millionen neue Jobs generiert, allerdings ist die Qualität dieser Jobs und ihr Beitrag zur wirtschaftlichen Lage der USA zweifelhaft, analysiert der Chefvolkswirt der Bremer Landesbank Folker Hellmeyer. Denn 1,5 Millionen dieser Arbeitsplätze sind in der Gastronomie-Service-Branche entstanden, wohingegen in etwa die gleiche Anzahl an Stellen im Bereich Produktion und verarbeitendes Gewerbe eingebüßt wurde. Da die Lohnsituation beider Sektoren sich sehr unterscheidet, kann diese Entwicklung durchaus als Rückschlag für die, vom privaten Konsum geprägte, US-Wirtschaft gedeutet werden.

Da die Verbesserung des Arbeitsmarkts demnach lediglich oberflächlich zu nennen ist, ist die „ökonomische Basis für eine nachhaltige Zinswende in den USA nicht gegeben“. Das wiederum stellt die eigentlichen Motive für eine Anhebung des USD-Leitzins zur Diskussion.

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