Politik

Gefahr für Russland: Saudi-Arabien will Terror-Milizen Raketen liefern

Lesezeit: 1 min
20.02.2016 01:12
Saudi-Arabien will Kämpfer in Syrien mit Raketen ausstatten. Damit könnte der russischen Luftwaffe eine ernsthafte Bedrohung erwachsen. Die Saudis kämpfen über Söldner-Verbände und Terror-Milizen einen verdeckten Kampf gegen die Regierung in Syrien.
Gefahr für Russland: Saudi-Arabien will Terror-Milizen Raketen liefern
Russische TU-22M3 Langstreckenbomber bei einem Einsatz über Syrien, November 2015. (EPA/RUSSIAN DEFENCE MINISTRY PRESS SERVICE)

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Der saudiarabische Außenminister Adel al-Dschubeir will Terror-Gruppen und Söldner-Milizen in Syrien Boden-Luft-Raketen zur Verfügung stellen. Der Minsiter spricht in diesem Zusammenhang von "moderaten Oppositionsgruppen" - was allerdings ein Euphemismus ist: Die im Krieg in Syrien aktiven Gruppen sind entweder von Regional- oder Großmächten ferngesteuert oder agieren mit Terror-Methoden, wie etwa die zu al-Kaid gehörende al-Nusra Front. Sie wird von den USA und den Saudis unterstützt und kämpff gegen die syrische Regierung und die Russen.

Dem Magazin Der Spiegel sagte Dschubeir, diese Waffen würden es "der gemäßigten Opposition ermöglichen, Hubschrauber und Flugzeuge des Regimes auszuschalten" - und dadurch die Machtverhältnisse in Syrien zu verändern. Flugzeuge werden allerdings vor allem von Russland eingesetzt: Es ist der syrischen Regierung gelungen, zahlreiche Terror-Gruppen zu besiegen und vor allem den IS in die Defensive zu drängen - eine Entwicklung, die den Saudis nicht gefällt.

Die russische Intervention werde die Regierung von Machthaber Baschar al-Assads langfristig nicht retten. Assad müsse abtreten, um einen politischen Prozess zu ermöglichen. "Die andere Option ist, dass der Krieg weitergeht und Assad besiegt wird."

Saudi-Arabien sei weiter bereit, den Einsatz einer US-geführten Koalition gegen die Extremistenmiliz IS in Syrien mit Spezialkräften zu unterstützen. Eine ideologische Nähe zwischen dem IS und dem Wahhabismus, der extrem konservativen Auslegung des Islams in Saudi-Arabien, stritt Jubeir ab: "Der IS ist ungefähr so islamisch wie der Ku-Klux-Klan christlich ist."

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Technologie
Technologie „Technologietransfer ist immer die Folge einer verfehlten Politik“ - wie Nuklear-Innovationen aus Deutschland verdrängt werden

Kernenergie spielt in den Planungen der Bundesregierung keine Rolle mehr. Doch kann der Ausstieg aus fossilen Energieträgern ohne sie...

DWN
Politik
Politik Iran eröffnet Öl-Pipeline zur Umgehung der Straße von Hormus

Der Iran hat eine strategisch wichtige Öl-Pipeline in Betrieb genommen. Dadurch wird es Teheran möglich sein, die Straße von Hormus zu...

DWN
Politik
Politik Leere Regale und volle Mülltonnen: Staatlich angeordnete Corona-Isolation bringt Großbritannien an den Rand des Kollapses

Die staatlich verordnete Isolierung von Millionen Bürgern bringt das Gesamtsystem an den Rand des Kollapses.

DWN
Politik
Politik Eric Clapton droht mit Absage von Konzerten, wenn von seinen Fans Impfnachweise verlangt werden

Der Musiker Eric Clapton hat unmissverständlich deutlich gemacht, dass er seine künftigen Konzerte absagen werden, wenn von seinen Fans...

DWN
Finanzen
Finanzen Family Offices der Superreichen setzen auf Bitcoin

Nach Angaben von Goldman Sachs, haben zahlreiche Family Offices, mit denen die Investmentbank zusammenarbeitet, bereits in Bitcoin...

DWN
Deutschland
Deutschland Thüringen: AfD scheitert mit Misstrauensantrag gegen Ramelow

Die AfD konnte mit dem von ihr initiierten Misstrauensvotum keinen Sturz von Thüringens Ministerpräsidenten Bodo Ramelow herbeiführen.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Starker Strombedarf lässt Kohlepreis in die Höhe schießen

Wegen der starken Nachfrage ist Kohle derzeit für die Energieerzeugung unerlässlich. Der Kohlepreis ist nicht nur in Asien in die Höhe...

DWN
Finanzen
Finanzen Deutscher Widerstand innerhalb der EZB findet kaum Verbündete

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann hat im EZB-Rat die inflationäre Geldpolitik der Notenbank kritisiert. Doch die Kritik ist verhallt,...