Idomeni: Polizei kesselt tausende Flüchtlinge ein

Tausende Flüchtlinge haben das griechischen Flüchtlingslager Idomeni verlassen, um einen neuen Weg nach Mazedonien zu suchen. Die griechische Polizei hat die Flüchtlinge eingekesselt.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Aus dem provisorischen Flüchtlingslager im griechischen Idomeni sind am Montag mehr als tausend Menschen aufgebrochen, um einen anderen Weg ins Nachbarland Mazedonien zu finden. Wie ein AFP-Korrespondent aus der Grenzregion berichtete, bewegten sich die Flüchtlinge mit all ihren Habseligkeiten in Richtung des Grenzdorfes Chamilo. Die Flüchtlingsgruppe wurde am Nachmittag von griechischen Polizisten umringt. Mazedonische Polizeikräfte waren zunächst nicht zu sehen. Die Flüchtlinge wollen Mazedonien offenbar über die Berge erreichen.

Am Montag ertranken drei Flüchtlinge in der Nähe von Idomeni bei dem Versuch, über einen Fluss das Nachbarland Mazedonien zu erreichen. 23 Personen konnten gerettet werden, meldet die Bild und bezieht sich auf mazedonische Regierungskreise.

In Idomeni ist die Lage dramatisch. Nach neuem Dauerregen ist das Lager völlig verschlammt. Dutzende Menschen, darunter viele Kinder, leiden unter Atemwegserkrankungen, berichtete das Staatsfernsehen. Die Behörden riefen die Migranten abermals auf, das Camp zu verlassen und in andere organisierte Lager im Landesinneren zu gehen. Bislang sollen nach Schätzungen griechischer Medien etwa 1.400 Menschen Idomeni Richtung Athen verlassen haben. Rund 12.000 Migranten harren dort weiter aus.

 

 

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung. Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung! Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***