Österreichs Präsident in Moskau: „Sanktionen gegen Russland sind bedauerlich“

Bei seinem Moskau-Besuch bezeichnet der österreichische Präsident Heinz Fischer die gegenseitigen Sanktionen „bedauerlich“. Wien will in der Vermittlung zwischen dem Westen und Russland daher eine aktive Rolle einnehmen.

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Der österreichische Bundespräsident Heinz Fischer hat die gegenseitigen Sanktionen des Westens und Russlands bei einem Besuch in Moskau als bedauerlich bezeichnet. Wer die Beziehungen verbessern wolle, könne sich über Strafmaßnahmen nicht freuen, sagte er bei einem Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin am Mittwoch in Moskau. Ein Ende der Sanktionen könne aber nur in Abstimmung mit der EU und dem in Minsk vereinbarten Friedensprozess für die Ukraine erfolgen, meinte Fischer nach Angaben der Agentur Tass. Bei diesen Diskussionen wolle Wien eine aktive Rolle einnehmen.

Auch mit Regierungschef Dmitri Medwedew sprach Fischer in Moskau über die Sanktionen. Medwedew nannte das Verhältnis zwischen Russland und der EU „weit entfernt vom Optimalzustand“. Weder die russische noch die österreichische Wirtschaft profitiere vom derzeitigen Zustand. Trotz der Sanktionen sollten beide Seiten in die Zukunft blicken.

Fischer war mit einer großen Delegation angereist. Am Dienstag hatten sich die Außenminister Sergej Lawrow und Sebastian Kurz getroffen. Dabei ging es auch um den Vorsitz der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), den Wien 2017 von Berlin übernimmt.

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