Politik

Berlin: Junge Frauen bei Karneval angetanzt, belästigt und bestohlen

Lesezeit: 1 min
15.05.2016 19:10
Bei Berliner Karneval der Kulturen ist es offenbar zu mehreren sexuellen Übergriffen gegen Frauen durch Antanzen gekommen. Die Polizei ruft Frauen, die Opfer solcher Vorfälle geworden sind, auf, sich zu melden. Noch ist nicht klar, in welchem Ausmaß es zu Übergriffen gekommen ist.
Berlin: Junge Frauen bei Karneval angetanzt, belästigt und bestohlen

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die Berliner Polizei teilt mit:

Nach mehreren mutmaßlichen sexuellen Belästigungen gegenüber Frauen gestern Abend in Kreuzberg kam es zu vorläufigen Festnahmen. Polizeibeamte wurden zu einer Bühne beim Straßenfest „Karneval der Kulturen“ in die Blücherstraße gerufen, da dort Frauen von Männern aus einer etwa zehnköpfigen Gruppe heraus sexuell belästigt worden sein sollen. Nach den bisherigen Erkenntnissen tanzte eine 17-Jährige gegen 18.45 Uhr gemeinsam mit ihrer 18 Jahre alten Freundin vor der Bühne, als sie von etwa zehn jungen Männern umringt, angetanzt, bedrängt und angefasst worden sein sollen. Die jungen Frauen versuchten, aus der Gruppe heraus zu kommen, was misslang, da sie von den jungen Männern immer wieder zurückgezogen wurden. Dabei soll einer auch das Handy aus der Jackentasche der 17-Jährigen entwendet haben. Ein 27-jähriger Besucher des Festes bemerkte die Situation und sah, wie ein Tänzer eine der Frauen von hinten umarmte. Anschließend setzte sich die junge Frau nach Angaben des Zeugen verängstigt auf den Boden. Er sprach sie an, da ihm die Situation komisch vorkam und machte von den tanzenden Männern Filmaufnahmen. Einer der Männer bemerkte die Aufnahmen, ging auf den 27-Jährigen zu und forderte ihn mit aggressiven Ton auf weiterzugehen. Kurz darauf trafen alarmierte Polizisten ein und nahmen drei junge Männer der Gruppe vorläufig fest. Nach Personalienfeststellungen wurden der 14-Jährige und seine beiden 17 Jahre alten Komplizen entlassen. Das gestohlene Handy wurde der Besitzerin wieder ausgehändigt.

Derzeit wird geprüft, ob es weitere Übergriffe auf Frauen gab. Ermittlungen dauern an.

Frauen, die ebenfalls Opfer ähnlicher Übergriffe wurden und dies bisher nicht zur Anzeige gebracht haben, werden gebeten, sich bei der Polizei Berlin zu melden oder über die Internetwache eine Anzeige zu erstatten.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Unter Selbstkostenpreis: Ölpreis wird bis Jahresende nicht mehr steigen

Zahlreiche Faktoren drücken zurzeit auf die Rohöl-Preise. Bis zum Jahreswechsel wird sich daran Prognosen zufolge nichts ändern. 2021...

DWN
Deutschland
Deutschland Zerstrittene CDU verschiebt Parteitag: Eskaliert der Streit Merz-Laschet?

Vor dem Superwahljahr 2021 bleiben bei der CDU zentrale Fragen offen. Wer wird Parteichef? Wer wird Kanzlerkandidat? Der interne Kampf...

DWN
Finanzen
Finanzen Unkritischer Umgang der Analysten mit SAP lässt die Börse einbrechen

Das größte deutsche Börsen-Schwergewicht hat am heutigen Montag die Analysten mit einer Gewinnwarnung überrascht. Eigentlich hätten...

DWN
Finanzen
Finanzen Serie „So werde ich zum Anleger“: Das Depot

Einsteiger verzweifeln oft, wenn sie in Fonds, ETFs oder Aktien investieren wollen. Wir erklären Ihnen Schritt für Schritt, auf welche...

DWN
Politik
Politik Lira pulverisiert: Erdogans Boykott-Aufruf gegen Frankreich geht nach hinten los

Erdogan hat europäischen Politikern am Montag in Ankara Islamfeindlichkeit vorgeworfen. «Ihr seid im wahrsten Sinne des Wortes...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Neuer 5-Jahres-Plan: Wird sich China von Deutschland abkoppeln?

Die Kommunistische Partei entwirft derzeit den neuen Fünf-Jahres-Plan. Demnach soll sich die chinesische Wirtschaft künftig stärker auf...

DWN
Finanzen
Finanzen Der IWF plant die Einführung eines neuen Geldsystems

Der Internationale Währungsfonds bereitet die Einführung eines neuen Geldsystems vor - und niemand merkt es.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Zu viel Nitrat: Deutsche Forscher verbessern mit künstlicher Intelligenz Grundwasser

In Deutschland ist das Grundwasser mitunter sehr stark von Nitrat belastet. Jetzt fördert das Bundesumweltministerium ein besonderes...

DWN
Deutschland
Deutschland Ifo-Index sinkt: Stimmung deutscher Firmen trübt sich ein

"Der Optimismus der Vormonate zur weiteren Geschäftsentwicklung ist wieder verschwunden", so Ifo-Präsident Clemens Fuest.

DWN
Deutschland
Deutschland Wegen CO2-Abgabe: Die Gaspreise werden im kommenden Jahr deutlich steigen

Verbraucher in Deutschland müssen sich im kommenden Jahr auf höhere Gaspreise einstellen. Grund sind der Start des CO2-Preises sowie...

DWN
Deutschland
Deutschland Bundestags-Vize Oppermann plötzlich und unerwartet gestorben

Mit Bestürzung haben die SPD und andere Parteien auf den Tod von Bundestags-Vizepräsident Thomas Oppermann reagiert.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Der grüne Eifer wird zum Bumerang: Wie die Begeisterung fürs Holz den Wald gefährdet

In seiner äußerst detaillierten und tiefschürfenden Analyse zeigt DWN-Kolumnist Ronald Barazon, warum deutscher und europäischer Wald...

DWN
Politik
Politik Russland will eine geopolitische Katastrophe entlang seiner Grenzen verhindern

Die westlichen und südlichen Grenzen Russlands weisen wegen des Konflikts um Berg-Karabach und der Unruhen in Weißrussland Anzeichen...

DWN
Finanzen
Finanzen Aufstieg und Fall: Corona schafft an der Börse eine Zwei-Klassen-Gesellschaft

Die aktuelle Krise schafft Gewinner und Verlierer, auch an der Börse. Welche Unternehmen gestärkt aus der Krise hervorgehen und wie man...