Finanzen

Norwegens größte Bank wettet auf Crash der US-Börsen

Lesezeit: 1 min
06.09.2016 02:07
Norwegens größte Bank wettet erstmals offiziell auf einen Absturz des amerikanischen Aktienmarktes. Zu viele Unternehmen hätten sich verschuldet, um Dividenden auszubezahlen – eine Taktik, die nicht lange funktionieren könne. Die Bank hält vorsorglich einen große Teil ihrer Assets in Cash.
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Norwegens größte Bank, DNB, setzt auf einen Einbruch im US-amerikanischen Aktienmarkt und auf zunehmende Volatilität im Weltfinanzsystem. Zum ersten Mal kaufte der Investmentfonds der Bank, welcher etwa 56 Milliarden Euro verwaltet, deshalb Kontrakte des VIX-Index, der die erwarteten Schwankungsbreiten im amerikanischen Aktienindex S&P 500 abbildet. Aktien und weltweite Anleihen wurden hingegen untergewichtet.

„Der Markt ist verwundbar. Wir sehen viel mehr, was den Markt nach unten ziehen kann, als was positiv überraschen könnte. Wir können nicht sehen, woher positive Überraschungen kommen sollten“, wird der Chef des DNB-Investmentfonds von Bloomberg zitiert.

Zudem hat der Fonds seine Bargeldbestände aufgestockt und hält nun rund 8 Prozent seines Vermögens in Cash. Dies drückt zusammen mit den Wetten auf möglicherweise zunehmende Marktschwankungen eine defensive Grundhaltung aus. Begründet wird die Neuausrichtung des Portfolios damit, dass die expansive Geldpolitik der Zentralbanken zu einer Aufblähung der Aktienkurse und zum Renditeschwund bei Anliehen geführt habe.

Besonders skeptisch ist DNB mit Blick auf den amerikanischen Aktienmarkt und hier insbesondere bei Energieversorgern, Lebensmittelfirmen und Telekommunikationsunternehmen. „Wenn man sich einige Unternehmen ansieht, erkennt man, dass sich viele verschuldet haben, um Dividenden ausschütten zu können. Wie lange kann das noch gutgehen? Wenn sie am Markt als Dividenden-Aktie eingepreist sind und dann ihre Dividendenpolitik irgendwann ändern müssen sind die Folgen für den Aktienpreis beträchtlich.“

In Bezug auf Aktien böten die Schwellenländer derzeit am meisten Potential. „Die Schwellenländer hatten es zuletzt schwer. Über Jahre waren viele Investoren darin übergewichtet und haben dann schrittweise verkauft, als die Kurse sanken. Jetzt haben Sie einen ziemlich guten Mix: die Schwellenländer sind eher unpopulär, sind stark gefallen und sind günstig. Zudem hat sich der Rohstoffpreis-Verfall, welcher sie nach unten gezogen hat, abgeschwächt.“

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