Finanzen

Österreich fordert das Ende der Austerität in der EU

Lesezeit: 1 min
13.09.2016 01:24
Der österreichische Bundeskanzler Christian Kern hat die Austeritätspolitik in Europa scharf kritisiert. Sie habe vielen Menschen nachhaltig geschadet und das Vertrauen in die EU untergraben. Damit wendet sich mit Österreich ein wichtiger Verbündeter vom Kurs Wolfgang Schäubles ab.
Österreich fordert das Ende der Austerität in der EU

Mehr zum Thema:  
Europa >
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Europa  

+++Werbung+++

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Der österreichische Bundeskanzler Christian Kern hat einen grundsätzlichen Kurswechsel in der europäischen Wirtschaftspolitik gefordert. Um Europa wieder zu einem „Kontinent der Hoffnung“ zu machen, müssten die öffentlichen Investitionen in der EU massiv erhöht werden, schrieb Kern in einem Beitrag für die FAZ.

Die im Plan der EU-Kommission für mehr Investitionen in Europa vorgesehenen 315 Milliarden Euro seien viel zu gering, kritisierte Kern. Selbst die Verdoppelung der Mittel würde „wohl nicht genug sein“. Durch die Sparpolitik der vergangenen Jahre sei großer Schaden entstanden, „denn viele Menschen in Europa haben nachhaltig unter dieser Politik gelitten, ebenso wie ihr Glaube an das Wohlstandsversprechen der europäischen Einigung.“

Diese Entwicklung sei die eigentliche Ursache für die zunehmende antieuropäische Stimmung, argumentierte der Sozialdemokrat. Die EU werde von „ihren Bürgern primär als Promotor einer unfairen Modernisierung gesehen“, während „sie ihrem Auftrag, vor den Verwerfungen einer globalisierten Wirtschaft zu schützen“, nicht nachkomme.

Den Hauptgrund für die Ablehnung des transatlantischen Freihandelsabkommens TTIP sehe er in der „Abkehr von der geübten europäischen Praxis, Verlierer von Liberalisierungsschritten über die staatlichen Umverteilungsmechanismen für die Übernahme der Risiken zu entschädigen“, schrieb der österreichische Bundeskanzler.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  
Europa >

Anzeige
DWN
Ratgeber
Ratgeber Umweltbewusst und günstig: Hondas Leasing-Modell für die elektrifizierten Fahrzeuge von Honda

Der Managing Director der Honda Bank Volker Boehme spricht mit den DWN über die neuesten Entwicklungen im Leasinggeschäft für die...

DWN
Unternehmen
Unternehmen „Die alten Modelle greifen nicht mehr“
22.11.2023

Der akute Mangel nicht nur an Facharbeitern, sondern allgemein an Mitarbeitern zwingt die Unternehmen, über neue Modelle der...

DWN
Politik
Politik Wasserstoff-Pipeline soll Nordafrika und Süddeutschland verbinden
22.11.2023

Deutschland und Italien planen den Bau von Wasserstoff-Infrastrukturen über das Mittelmeer hinweg. Darüber hinaus sollen die Beziehungen...

DWN
Panorama
Panorama Knallhart erhöhte Gema-Gebühren bringen Weihnachtsmärkte in Not
22.11.2023

Die Proteste gegen die Erhöhung der Gema-Gebühren für Marktbetreiber werden immer lauter. Die breite Berichterstattung in Zeitungen...

DWN
Immobilien
Immobilien Offene Immobilienfonds unter Druck: Sollten Anleger verkaufen?
22.11.2023

Anleger ziehen den zweiten Monat in Folge Gelder aus den offenen Immobilienfonds ab. Sollte man Anteile abstoßen?

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Energieverbrauch in Deutschland sinkt auf Allzeit-Tiefstand
21.11.2023

Der Primärenergieverbrauch in Deutschland wird 2023 auf den niedrigsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen sinken - ein ominöses Zeichen.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Abmahnungen im Arbeitsrecht: So vermeiden Sie teure Fehler
22.11.2023

Im beruflichen Kontext sind Abmahnungen gängige Praxis, doch Vorsicht ist geboten! Denn viele Abmahnungen erweisen sich als unwirksam, was...

DWN
Politik
Politik China und Saudi-Arabien unterzeichnen massives Swap-Abkommen
21.11.2023

Das Swap-Abkommen zwischen China und Saudi-Arabien ist ein Zeichen für ihre wachsenden Beziehungen. Die Abkehr vom Dollar im globalen...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Warum schrumpft die deutsche Wirtschaft, während alle anderen Staaten wachsen?
21.11.2023

Nicht nur die fortgeschrittenen Volkswirtschaften mit einem Wachstum von insgesamt 1,5 Prozent lassen Deutschland dieses Jahr weit hinter...