Deutsche Bank: Strafe könnte Kapitaldecke aufzehren

Der Aktienkurs der Deutschen Bank hat sich am Montag nach Verlusten wieder erholt – auf Jahressicht hat das Papier jedoch fast 50 Prozent seines Werts verloren. Beobachter erwarten, dass die vom US-Justizministerium angedrohte Strafe die Kapitaldecke der Bank im schlimmsten Fall vollständig aufzehren würde.

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Der Aktienkurs der Deutschen Bank konnte sich am Montagmittag wieder etwas erholen, nachdem er am Morgen mehr als 2 Prozent abgegeben hatte. Derzeit liegt das Papier nur leicht mit rund 0,12 Prozent im Minus. In New York liegen die Aktien hingegen mit fast 10 Prozent in der Verlustzone. Seit Jahresbeginn hat die Aktie des größten deutschen Geldhauses jedoch etwa 47 Prozent ihres Werts verloren. Am Freitag resultierte ein Verlust von 8,5 Prozent.

Die Aktie ist unter Druck, weil die vom US-Justizministerium geforderte Strafe von etwa 14 Milliarden Dollar die Eigenkapitaldecke der Bank aufzehren würde. Zwar gehen Beobachter davon aus, dass sich die Deutsche Bank am Ende auf einen niedrigeren Betrag mit dem Ministerium wird einigen können – die gesamten Rücklagen für Rechtsfälle betragen aber derzeit „nur“ etwa 5,5 Milliarden Dollar und wären mindestens zu großen Teilen aufgebraucht.

In jedem Fall, so ein von Bloomberg zitierter Analyst der französischen Großbank Societe Generale, sei die Bank „signifikant unterkapitalisiert“. Jegliche Strafe über einer Schwelle von 5,4 Milliarden Euro würde eine Kapitalerhöhung erforderlich machen. „Sogar wenn die Verhandlungen um die Höhe der Strafe gut laufen, ist die Kapitaldecke sehr dünn – falls die Postbank nicht verkauft werden kann.“

Seit der Finanzkrise hat die Deutsche Bank insgesamt drei Kapitalerhöhungen im Gesamtumfang von etwa 31,7 Milliarden Euro durchgeführt. Derzeit liegt die harte Eigenkapitalquote der Bank, welches hauptsächlich durch Aktienkapital und einbehaltenen Gewinnen gebildet wird, bei etwa 10,8 Prozent.

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