Polizei München verhaftet Flüchtlinge wegen Schleuser-Tätigkeit

Die Bundespolizei München hat an der Grenze zu Österreich zwei Schleuser verhaftet, die mit deutschen Flüchtlingspässen und einem Berliner Fahrzeug Menschen nach Deutschland schmuggeln wollten.

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Die Bundespolizei München meldet in einer Mitteilung:

„Die Bundespolizei hat am Mittwoch (5. Oktober) bei Grenzkontrollen auf der Inntalautobahn zwei mutmaßliche Schleuser festgenommen. Die beiden Männer brachten mit ihrem Pkw eine vierköpfige Familie über die Grenze. Im September stoppte die Bundespolizei im südlichen Abschnitt des deutsch-österreichischen Grenzgebiets durchschnittlich alle ein bis zwei Tage einen Schleuser. In diesem Bereich wurden im vergangenen Monat außerdem etwa 1.400 Migranten festgestellt. In der Nacht überprüften die Bundespolizisten in der Kontrollstelle auf der A 93 bei Kiefersfelden die sechs Insassen eines in Deutschland zugelassenen Autos. Der Fahrer und sein Beifahrer, 41 und 46 Jahre alt, legten einen deutschen Flüchtlingspass vor. Die anderen Personen hatten keine Papiere für den beabsichtigten Aufenthalt in Deutschland dabei. Sie gaben an, aus dem Libanon geflohen zu sein. Für die Schleusung nach Deutschland hatte das Familienoberhaupt offenbar 24.000 Dollar gezahlt. In Italien angekommen, überließ der Schleuser die Familie jedoch ihrem Schicksal. Nach ersten Erkenntnissen wurden sie in Mailand von den beiden Männern mit dem Auto abgeholt. Wie sich herausstellte, haben die zwei ebenfalls aus dem Libanon Stammenden einen festen Wohnsitz in Berlin (…) Laut Rosenheimer Bundespolizei sind im Grenzabschnitt zwischen Südbayern und Österreich im letzten Monat rund 20 mutmaßliche Schleuser festgestellt und angezeigt worden. Die Zahl der Migranten war in diesem Abschnitt im September mit rund 1.400 verzeichneten Migranten im Vergleich zum August mit annähernd 1.700 vollendeten oder versuchten unerlaubten Einreisen leicht rückläufig.“

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