Währungskrieg: Microsoft erhöht Preise in Großbritannien

Microsoft erhöht die Preise für britische Geschäftskunden. Der Grund ist die Abwertung des Pfund. Das US-Unternehmen will offenbar einem Preiskrieg vorbeugen.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Das US-amerikanische Software-Unternehmen Microsoft hat angekündigt, die Preise für seine britischen Geschäftskunden um bis zu 22 Prozent zu erhöhen. Grund dafür sei der seit dem Brexit-Votum stark gefallene Kurs des britischen Pfunds, teilte Microsoft mit.

Das Unternehmen überprüfe regelmäßig die Auswirkungen lokaler Preisniveaus seiner Produkte und Dienstleistungen. Die Preisänderung sei «ein Ergebnis dieser Bewertung» und passe die Preise dem Niveau in der EU an, hieß es. Britische Firmen sollen demnach für Software künftig 13 Prozent mehr bezahlen. Cloud-Dienste sollen sogar um 22 Prozent teurer werden. Die neuen Preise gelten vom 1. Januar 2017 an. Verbraucherpreise seien davon nicht direkt betroffen, ließ Microsoft wissen.

Das Britische Pfund hatte nach dem Votum der Briten für einen Austritt aus der EU am 23. Juni 15 Prozent an Wert im Vergleich zum Euro verloren (Video am Anfang des Artikels). Der gefallene Pfundkurs hatte bereits Mitte Oktober zu einem Preiskampf zwischen dem Lebensmittelhersteller Unilever und der Supermarktkette Tesco geführt.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung. Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung! Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***

media-fastclick media-fastclick