Obama verteidigt Trump-Fan gegen aufgebrachte Clinton-Menge

US-Präsident Obama hat die Clinton-Fans zurechtgewiesen, weil sie einen einsamen Trump-Fan niedergebrüllt hatten.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Die Amerikaner hören nicht mehr auf ihren Präsidenten: Barack Obama brauchte am Freitag mehrere Minuten, um sich bei bei den Clinton-Fans Gehör zu verschaffen (Video am Anfang des Artikels).

Bei einer Veranstaltung für die demokratische Kandidaten Hillary Clinton in North Carolina heizte sich am Freitag die Stimmung auf, als ein Zwischenrufer versuchte, Obama zu unterbrechen. Er trug ein Schild mit dem Namen des republikanischen Bewerbers Donald Trump. Obama gelang es schließlich, die aufgebrachten Clinton-Anhänger zu beruhigen. „Buht nicht, geht wählen“, rief er ihnen zu. Trump stellte den Vorfall indes anders da. Obama habe den Trump-Anhänger angeschrien, erklärte er in einer Wahlkampfrede in Pennsylvania. Jüngste Umfragen deuten auf ein knappes Rennen bei der Wahl am Dienstag hin. In einer Erhebung für die Nachrichtenagentur Reuters liegt Clinton fünf Prozentpunkte vor ihrem Rivalen.

In Fayetteville in North Carolina hatten sich zumeist afroamerikanische Anhänger Clintons in einer Turnhalle versammelt, um die Obama-Rede zu hören. Plötzlich erhob sich ein älterer weißer Mann in Uniform, schwenkte ein Trump-Plakat und versuchte, Obamas-Rede zu stören. Die Menge reagierte mit Buh-Rufen. „Jeder von Euch setzt sich jetzt hin und ist einen Moment ruhig“, erklärte Obama, während der Protestierende weggeführt wurde. „Ich meine das ernst“, sagte Obama, als die Zuhörer weiter buhten. „Das ist ein älterer Herr, der seinen Kandidaten unterstützt. Wir leben in einem Land, in dem die Redefreiheit respektiert wird“, erinnerte Obama an die Grundwerte der Demokratie. „Es sieht so aus, als ob er in unserer Armee gedient hat. Das müssen wir respektieren.“ Mit der Aufforderung: „Buht nicht, geht wählen!“ brachte er wieder Ruhe in den Saal.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***

media-fastclick media-fastclick