EU verbietet Unternehmen Brexit-Deals mit London

Die EU verbietet Unternehmen individuelle Brexit-Deals mit der britischen Regierung.

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EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat Unternehmen in Europa vor eigenmächtigen Abmachungen mit der britischen Regierung noch vor den offiziellen Brexit-Verhandlungen gewarnt. In einigen Ländern und Industriebranchen habe es bereits Versuche gegeben, mit den Briten für den eigenen Sektor eine Vereinbarung zu treffen, sagte Juncker in einem am Samstag veröffentlichten Interview der belgischen Tageszeitung „Le Soir“. „Ich sage ihnen, dass sie sich nicht in die Debatte einzumischen sollen, denn sie werden feststellen, dass ich ihnen den Weg versperre“, sagte er der Zeitung. Die Verhandlungen fänden zwischen den anderen 27 EU-Staaten und Großbritannien statt.

Nach Brexit-Zusagen der britischen Regierung an den japanischen Autobauer Nissan waren auch andere Branchen wegen Hilfen zum Ausgleich der negativen Folgen durch den geplanten EU-Ausstieg in London vorstellig geworden. Premierministerin Theresa May hatte dem Konzern Hilfen zugesichert, falls die Wettbewerbsfähigkeit des britischen Nissan-Werkes in Sunderland infolge des Anti-EU-Referendums leiden sollte. Im Gegenzug wollen die Japaner auf der Insel nun zwei neue Auto-Modelle fertigen. Konzerne sorgen sich vor allem um den Zugang zum EU-Binnenmarkt nach einem Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union. Es drohen Zölle, erschwerte Genehmigungen und der Wegfall von EU-Fördergeldern.

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