Problem für die EU: Bulgarien wählt pro-russischen Präsidenten

Bulgarien hat sich für einen Präsidenten mit Sympathien für Russland entschieden. Der Premier trat darauf zurück, nun drohen Neuwahlen.

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Nach der Niederlage der von ihm nominierten Präsidentschaftskandidatin Zezka Zatschewa hat der bulgarische Ministerpräsident Boyko Borissow am Sonntag seinen Rücktritt erklärt. „Morgen oder übermorgen“ werde er seinen Rücktritt einreichen, sagte der seit Oktober 2014 regierende Borissow vor Journalisten in Sofia. Prognosen zufolge gewann der russlandfreundliche Oppositionskandidat Rumen Radew die Stichwahl mit mehr als 58 Prozent, die prowestliche Zatschewa erhielt demnach gut 35 Prozent.

Der russlandfreundliche Oppositionskandidat Rumen Radew hat die Stichwahl um das Präsidentenamt in Bulgarien laut ersten Prognosen mit großem Vorsprung gewonnen. Der frühere Luftwaffenkommandeur kam am Sonntag auf gut 58 Prozent der Stimmen, wie aus Nachwahlbefragungen hervorging. Die von der Regierung unterstützte konservative Parlamentspräsidentin Zezka Zatschewa erreichte demnach gut 35 Prozent.

Bereits in der ersten Wahlrunde vor einer Woche hatte der 53-jährige Radew die vom konservativen Regierungschef Boiko Borissow ins Rennen geschickte Kandidatin auf den zweiten Platz verwiesen.

Radew setzt auf bessere Beziehungen zu Moskau. Der Politikneuling fordert unter anderem die Aufhebung der EU-Sanktionen gegen Russland. Die 58-jährige Zatschewa von Borissows Partei Bürger für eine Europäische Entwicklung Bulgariens (Gerb) vertritt dagegen die Linie von Regierungschef Borissow, der eine noch stärkere Anbindung Bulgariens an den Westen befürwortet. Borissow hatte die Wahl zum Stimmungstest für seine Gerb-Partei erklärt und angekündigt, dass er zurücktreten werde, sollte Zatschewa auch in der Stichwahl unterliegen.

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