Wall Street: Bau-Branche im Aufwind, Tech-Firmen schwach

Die Börse in New York reflektiert die Erwartungen in die Wirtschaftspolitik von Donald Trump.

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Nach der Rekordjagd des Dow Jones-Index im Zuge des Wahlsiegs von Donald Trump hat die Wall Street am Montag verhalten tendiert. Man benötige mehr Klarheit über die Politik des künftigen Präsidenten, sagten Händler. „Im Wahlkampf machen manche Kandidaten viele Wahlversprechen und es ist klar, dass sie die aus unterschiedlichen Gründen nicht alle halten können“, sagte Mohannad Aama, Geschäftsführer bei Beam Capital Management. „Während dieser Übergangsphase ist die Preisbildung am Markt mit vielen Unbekannten versehen.“ Weiterhin stark unter Druck standen Aktien aus der „New Economy“, etwa Facebook, Amazon, Apple, Google und Netflix, die jeweils mehr als drei Prozent nachgaben.

Dagegen setzen die Anleger auf Firmen etwa der Bau-Branche, weil sie sich von dem neuen Präsidenten umfangreiche Investitionen in die US-Infrastruktur versprechen. Beobachter gehen davon aus, dass die Steuerpläne von Trump vor allem gewinnträchtigen Unternehmen zugute kommen werden.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte lag im Verlauf kaum verändert bei 18.845 Punkten. Im frühen Handel war er noch bis auf 18.934 Stellen und damit ein Rekordhoch geklettert. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,1 Prozent auf 2161 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 0,3 Prozent auf 5222 Stellen nach. In Frankfurt hatte der Deutsche Aktienindex Dax 0,2 Prozent auf 10.693 Punkte zugelegt.

Banken-Werte stiegen erneut. Bank of America, Citigroup, JPMorgan, Goldman Sachs und Wells Fargo legten jeweils 2,5 bis 4,5 Prozent zu. Der Finanz-Index ist damit binnen Tagen um knapp zwölf Prozent gestiegen. Am Markt wird auf eine baldige Zinsanhebung der US-Notenbank spekuliert, wodurch die Geldhäuser potenziell mehr verdienen werden. Zudem wird unter Trump auf einen Abbau von Vorschriften für die Branche gesetzt.

Am Markt standen auch Fusionen im Fokus. Samsung will das US-Unternehmen Harman International Industries für acht Milliarden Dollar übernehmen und damit deutsche Autozulieferer wie Bosch und Continental angreifen. Die Aktien von Harman stiegen um ein Viertel auf 110 Dollar. Samsung bietet 112 Dollar je Anteilsschein.

Einen Kurssprung von 18 Prozent auf 36,30 Dollar legten die Papiere von Mentor Graphics hin. Siemens will den US-Softwarekonzern für 4,5 Milliarden Dollar kaufen. Siemens bietet 37,25 Dollar je Aktie.

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