Söldner wollen Syrer und Russen in Häuserkampf verwickeln

Die Söldner in Syrien wollen die Russen und Syrer in einen Häuserkampf ziehen. Darin sind die Söldner geübter.

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Militärische Lage im Westen der Stadt Aleppo. Die Parteien ziehen in einen Häuserkampf. (Screenshot)

Militärische Lage im Westen der Stadt Aleppo. (Screenshot)

Am Dienstag sind nach Angaben der Regierung in Damaskus bei Gefechten zwischen der Al-Nusra-Front (Jabhat al-Scham) und der Söldner-Truppe Dschaisch al-Fatah gegen die syrische Armee (SAA) etwa 500 Söldner getötet worden. Die Kämpfe fanden im westlichen Teil der Stadt Aleppo statt. Doch nach Informationen der Söldner sollen lediglich etwa 200 Männer in ihren Reihen ums Leben gekommen sein, berichtet das militärische Analyse-Portal South Front.

Trotz großer Verluste wollen die Söldner nicht aufgeben. Sie planen, die SAA-Verbände und Russen in einen Häuserkampf hineinzuziehen, um die militärtechnische Überlegenheit der Syrer und Russen auszugleichen. „Unser Kampf ist der Straßenkrieg. Das ist unsere Stadt. Das sind unsere Gebäude. Wir wissen, wo man hinein- und hinausgeht (…) Ein Panzer in der Stadt ist nicht viel wert. Es kann sich nicht schnell drehen und nicht schwenken. Es ist ein unbewegliches Ziel, das wir leicht treffen können“, zitiert das Wall Street Journal den politischen Repräsentanten der von der CIA unterstützten Söldner-Gruppe Nour al-Din al-Zinki.

Die russische Luftwaffe und die militärische Macht der SAA übertreffen die Söldner-Verbände. „Doch Regime-Kräfte haben sich im Häuserkampf bisher nicht als geschickt erwiesen“, so das Wall Street Journal.

Die Lage der al-Nusra-Front hat sich jedoch signifikant verschlechtert, nachdem US-Präsident Obama das Pentagon angewiesen hat, gegen den al-Kaida-Ableger zu kämpfen.

Am Dienstag hatten Russen und Syrer eine Großoffensive gestartet. 

Der syrische Präsident Baschar al-Assad hat US-Wahlsieger Donald Trump eine Zusammenarbeit beim Kampf gegen Extremisten angeboten. Dazu sei er bereit, wenn die USA ihre Hilfe für Rebellen einstellen würden, die seine Regierung stürzen wollten, sagte Assad am Dienstag in einem Interview eines portugiesischen Fernsehsenders laut Reuters. Allerdings müsse man abwarten, ob Trump seine Versprechen erfülle. Sollte er die Terroristen bekämpfen, wäre er wie Russland und Iran ein Verbündeter.

Zum Häuserkampf in Bezug auf Aleppo und Mossul berichtet das US-Magazin The Hill: „Der Häuserkampf ist schwierig und zerstörerisch. Eine kleine Anzahl von eingegrabenen und entschlossenen Verteidigern kann schwere Verluste für jede angreifende Macht einbringen.“

Al-Masdar News berichtet, dass die pro-türkischen Söldner am Montag damit begonnen haben, auf die ISIS-Hochburg Al-Bab vorzustoßen. Das Portal berichtet: „Unterstützt von türkischen Panzern, schweren Artillerie-Angriffen und Luftschlägen durch die türkische und US-Luftwaffe zogen die Kämpfer der Freien Syrischen Arme zwei Kilometer südlich des Dorfs Qudayran und nahmen eine große Farmfläche ein, die sich im Norden Al-Babs befindet.“

Die türkische Zeitung Yeni Safak berichtet, dass bei dem Vorstoß auf Al-Bab am Dienstag ein FSA-Kommandant ums Leben gekommen sein soll. ISIS soll weitere sechs FSA-Kämpfer schwer verletzt haben.

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