Börsen in Europa verzeichnen Verluste

Die meisten Börsen in Europa verzeichneten am Donnerstagmittag Verluste. Die Entwicklung der Geldpolitik in den USA ist wieder in den Fokus der Anleger gerückt.

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Am deutschen Aktienmarkt ist wieder Vorsicht eingekehrt. Der Dax war wie in den Tagen vor dem überraschenden Sieg von Donald Trump bei der US-Präsidentschaftswahl am Donnerstag auf dem Rückzug und stand am frühen Nachmittag mit 0,21 Prozent im Minus bei 10 641,94 Punkten, berichtet die dpa. Marktanalyst Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Markets sprach von einem „Nachwahl-Blues“.

In den USA scheint derweil eine zweite Zinsanhebung nach der Finanzkrise näher zu rücken. Ein solcher Schritt könne „relativ bald“ angemessen sein, sagte die Vorsitzende der US-Notenbank Fed, Janet Yellen, laut einem Redetext vor einem Kongressausschuss. Nach wie vor macht Yellen eine Fortsetzung der Ende 2015 eingeleiteten Zinswende aber von der konjunkturellen Entwicklung abhängig. Steigende Zinsen würden Aktien gegenüber Anleihen unattraktiver machen.

Etwas besser als der Dax schlug sich der breitere Markt: Im Mittelwerteindex MDax stand zuletzt ein Plus von 0,03 Prozent auf 20 469,44 Punkte zu Buche, und für den Technologiewerteindex TecDax ging es um 0,26 Prozent auf 1721,75 Punkte bergauf. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 wiederum gab leicht nach.

Auf Unternehmensseite enttäuschte der Konsumgüterkonzern Henkel die Anleger mit seinen neuen mittelfristigen Wachstumszielen. Die Aktien büßten rund 1 Prozent ein.

Zu den größten Verlierern gehörten auch die RWE-Aktien. Nach dem kurzen Lichtblick, den am Vortag recht positive Analysteneinschätzungen gebracht hatten, knüpften sie mit 2 Prozent Minus an ihren jüngsten Abwärtstrend an. Anteile des Wettbewerbers Eon gaben ähnlich deutlich nach.

Am deutschen Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,13 Prozent am Vortag auf 0,09 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,11 Prozent auf 141,70 Punkte. Der Bund-Future sank um 0,07 Prozent auf 160,45 Punkte. Der Kurs des Euro lag am Nachmittag bei 1,0688 US-Dollar. Der Dollar kostete damit 0,9356 Euro. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Mittwoch auf 1,0702 (Dienstag: 1,0765) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,9344 (0,9289) Euro gekostet.

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