Österreich: Grüner Alexander Van der Bellen wird Bundespräsident

Die erste Hochrechnung zeigt einen klaren Erfolg von Alexander van der Bellen bei der Bundespräsidentenwahl in Österreich. Die FPÖ räumte ihre Niederlage ein.

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Die Hochrechnung des ORF (19.41 Uhr) hat einen Erfolg für Alexander Van der Bellen bei der österreichischen Bundespräsidentenwahl ergeben: 53,3 Prozent für Alexander van der Bellen. Sein Konkurrent Norbert Hofer kam auf 46,7 Prozent. Das Ergebnis liegt laut ORF außerhalb der Schwankungsbreite von 1,2 Prozent – der Bundespräsident steht demnach so gut wie fest.

Die Hochrechnung berücksichtigt bereits die 700 000 Briefwahlstimmen, die erst am Montag ausgezählt werden.

Hofer will bei der nächsten Wahl des Staatsoberhaupts in Österreich einen neuen Versuch starten. „Es wird wieder Präsidentenwahlen geben, und da werde ich wieder antreten. Ich bin meinen Wählern verpflichtet“, sagte der 45-Jährige am Sonntagabend im ORF. Die Amtszeit des designierten Präsidenten Alexander Van der Bellen endet 2022. Hofer geht obendrein davon aus, dass die aktuelle Koalitionsregierung von sozialdemokratischer SPÖ und konservativer ÖVP nicht mehr lange halte. Im Fall von Neuwahlen werde er hinter FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache kandidieren.

Interessant dürfte die Konstellation werden, sollte die FPÖ die Nationalratswahl 2018 gewinnen. Van der Bellen hatte angekündigt, den FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache nicht mit der Bildung einer Regierung beauftragen werde, wenn die Partei ihren EU-kritischen Kurs beibehält.

Aktuelle Umfragen sehen die FPÖ als stärkste Partei. Die SPÖ hatte unmittelbar vor der Bundespräsidentenwahl ihre Position gegenüber der FPÖ geändert und schließt nun eine Koalition mit der FPÖ nicht mehr aus.

Die Wahlbeteiligung lag um ein Prozent höher als beim ersten Wahlversuch.

Es war der dritte Anlauf für die Wahl des Staatsoberhaupts. Am 22. Mai hatte zwar Van der Bellen bereits ganz knapp die Stichwahl gewonnen. Diese Wahl war aber wegen organisatorischer Schlampereien annulliert worden. Der österreichische Innenminister Sobotka sagte am Abend, dass es diesmal zu keinen Unregelmäßigkeiten gekommen sein soll.

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