Donald Trump will keine militärischen US-Interventionen mehr

Der designierte US-Präsident Donald Trump will keine militärischen Abenteuer mehr. Allerdings will er entschieden gegen den IS kämpfen.

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Der designierte US-Präsident Donald Trump will die USA künftig aus militärischen Konflikten heraushalten, den Kampf gegen die Extremisten-Miliz „Islamischer Staat“ (IS) aber verstärken. Die Politik von „Intervention und Chaos“ müsse enden, sagte Trump am Donnerstag vor Anhängern in Fayettteville in North Carolina: „Wir hören auf, ausländische Regime zu stürzen, über die wir nichts wissen und mit denen wir nichts zu tun haben sollten.“

Trump sagte auf seiner Wahlsieg-Dankestour durch einige US-Staaten: „Unser Augenmerk muss auf der Bekämpfung des Terrorismus liegen und auf der Vernichtung des IS.“ Die Kräfte des US-Militärs seien überdehnt. Statt in Kriege wolle er in Straßen, Brücken und Flughäfen investieren. In der selben Rede kündigte Trump an, mehr Geld für das Militär auszugeben. Dazu forderte er den US-Kongress auf, die Ausgabengrenzen im US-Etat anzuheben.

Zurzeit ist das US-Militär nur in Syrien und im Irak im Kampfeinsatz. „Wir wollen kein ausgelaugtes Militär, weil wir überall in Gegenden kämpfen, wo wir nicht kämpfen sollten“, sagte Trump. Jede Nation, die die Ziele der USA teile, werde er als Partner ansehen: „Wir wollen alte Freundschaften stärken und nach neuen Freundschaften suchen.“ Den Kongress forderte er auf, seinem Kandidaten für das Amt des US-Verteidigungsministers, James Mattis, die für die Ernennung des Ex-Generals notwendige Ausnahmegenehmigung zu erteilen. Eigentlich dürfen Militärs erst sieben Jahre nach ihrem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst ein Ministeramt übernehmen. Mattis ist seit 2013 im Ruhestand.

Trump hatte seine Position schon bei einer Rede in Cincinnati, Ohio, klargemacht, in der er sagte, dass seine Regierung mit der Tradition von US-Regierungen brechen will, in anderen Staaten durch Staatsstreiche Veränderungen herbeizuführen.

Trump sagte: „Wir werden eine nationale Anstrengung unternehmen, um unsere schwer vernachlässigte Armee neu aufzubauen. Wir haben keine Wahl. Wenn wir auf diese Welt schauen, sie ist ein Pulverfass (tinder box). Wir möchten eine starke Armee – und wir wollen sie nicht einsetzen müssen. Idealerweise werden wir sie nicht einsetzen müssen. Aber wir werden ISIS zerstören. Gleichzeitig werden wir eine neue US-Außenpolitik verfolgen, die endlich aus den Fehlern der Geschichte lernt. Wir werden mit dem Versuch aufhören, Regime zu Fall zu bringen und Regierungen zu stürzen. Erinnern Sie sich: Sechs Billionen Dollar haben wir an Kosten im Nahen Osten ausgeben. Unser Ziel ist Stabilität, nicht Chaos. Denn wir wollen unser Land aufbauen – es ist an der Zeit.“

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