Italien dementiert Milliarden-Anfrage bei ESM

Die italienische Regierung dementiert Berichte, dass es eine Anfrage für einen Milliarden-Kredit zur Rettung des Banken-Sektors beim EZM gegeben haben soll.

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Die italienische Regierung hat laut Reuters einen Medienbericht dementiert, wonach sie einen Milliarden-Kredit beim Euro-Rettungsschirm ESM zur Stützung des heimischen Banken-Sektors erwägt. Italien bereite keine solche Anfrage vor, sagte ein Sprecher des Finanzministeriums in Rom am Mittwoch.

Die Zeitung „La Stampa“ hatte zuvor berichtet, die Regierung stehe kurz davor, beim ESM einen Kredit im Volumen von 15 Milliarden Euro zu beantragen. Das Geld solle zur Stützung der angeschlagenen Großbank Monte Paschi und für andere schwächelnde Geldhäuser eingesetzt werden, berichtete die Zeitung unter Berufung auf zwei mit der Sache vertraute Personen. Das Vorhaben solle dem aus Spanien ähneln, mit dem die Regierung in Madrid 2012 einen Kollaps ihres Banken-Sektors verhindert habe.

auch der Euro-Rettungsfonds ESM einen Medienbericht dementiert, wonach es Beratungen über Hilfen für die angeschlagenen Banken des Landes gibt. „Es gibt keine Anfrage oder Diskussionen mit den italienischen Behörden über ein ESM-Darlehen“, sagte ein ESM-Sprecher am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters.

Nicht dementiert wurde dagegen ein Reuters-Bericht, wonach die italienische Regierung sich auf die Rettung der Krisenbank Monte dei Paschi vorbereitet. Ministerpräsident Matteo Renzi soll diesbezüglich bereits bei der EU-Kommission vorstellig geworden sein.

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