US-General: IS dürfte nach Sturz zum „virtuellen Kalifat“ werden

Der IS könnte sich nach Ansicht eines US-Generals künftig ohne Territorium operieren. Damit dürfte der globale Krieg gegen den Terror in eine neue Phase eintreten.

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Der IS im Kampf in Syrien. Laut US-General Townsend dürfte der IS zum virtuellen Kalifat werden. (Screenshot)

Der IS im Kampf in Syrien. (Screenshot)

Die Extremisten-Miliz Islamischer Staat (IS) wird sich dem Kommandeur der US-geführten Streitkräfte im Irak zufolge nach dem Verlust seines Gebiets vermutlich in eine Art „virtuelles Kalifat“ verwandeln. Früher oder später werde den Islamisten klar werden, dass „sie ihr physikalisches Kalifat verlieren werden“, sagte General-Leutnant Stephen Townsend der Nachrichtenagentur Reuters an Bord des französischen Flugzeugträgers „Charles de Gaulle“. Sie würden ihre Taktik vermutlich anpassen. „Sie werden ihre Vorgehensweise ändern müssen und mehr zu einem ‚virtuellen Kalifat‘ werden“, sagte er. Aus dem selbst ernannten Staat werde im Irak und in Syrien im Laufe der Zeit eine Aufständischen-Bewegung werden.

Der IS eroberte 2014 große Teile beider Staaten und rief dort ein Kalifat aus, eine besondere Form eines islamischen Gottesstaats. Er nutzte dabei ausgiebig das Internet zur Anwerben von neuen Kämpfern. Allerdings haben die Islamisten in den vergangenen Monaten im Irak und Syrien schwere Niederlagen erlitten. Die Kämpfe konzentrieren sich gegenwärtig insbesondere auf die irakische Großstadt Mossul. Die Offensive von 100.000 Regierungssoldaten und verbündeten Milizen dort entwickelt sich zur größten Schlacht in dem Land seit der US-Invasion von 2003. Die USA unterstützen die Truppen insbesondere mit Luftangriffen.

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