IWF-Chefin Lagarde bestreitet Vorwurf des Rechtsbruchs

IWF-Chefin Lagarde bestreitet alle Vorwürfe im Tapie-Prozess. Sie soll Steuergelder verschwendet haben.

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IWF-Chefin Christine Lagarde hat vor Gericht die Anschuldigung der fahrlässigen Verschwendung öffentlicher Gelder zurückgewiesen. Sie wolle zeigen, dass sie in gutem Glauben gehandelt habe und nur die öffentlichen Interessen im Sinne gehabt habe, sagte Lagarde am Montag zur Eröffnung der Verhandlung. Das Verfahren soll die Rolle Lagardes bei einer 400-Millionen-Euro-Zahlung an den Unternehmer Bernard Tapie klären.

Ihr wird fahrlässiges Verhalten im Amt als ehemalige französische Finanzministerin vorgeworfen, was zu einer missbräuchlichen Zahlung öffentlicher Gelder geführt haben soll. Lagarde muss sich deswegen vor dem Gerichtshof der Republik verantworten, der für Verfehlungen von Ministern im Amt zuständig ist. Die heutige Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat wiederholt versichert, sie habe bei dem Vorfall 2008 und auch sonst stets im Interesse des Staates gehandelt und sich an das Gesetz gehalten.

Die Zahlung war Tapie, einem Unterstützer des früheren Präsidenten Nicolas Sarkozy, während der Amtszeit Lagardes als Schadenersatz zuerkannt worden. Damit sollten Verluste ausgeglichen werden, die Tapie 1992 beim Verkauf von Adidas -Anteilen entstanden sein sollen. Nach Tapies Ansicht wurde er von dem heute nicht mehr bestehenden staatlichen Institut Credit Lyonnais dazu gebracht, die Anteile deutlich unter Wert zu verkaufen. Im Dezember 2015 wurde Tapie zur Rückzahlung der Summe verurteilt.

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