Baden-Württemberg: al-Nusra-Kämpfer wegen Terror-Verdacht verhaftet

Lesezeit: 1 min
20.12.2016 14:10
Das Landeskriminalamt in Baden-Württemberg hat einen Terrorverdächtigen festgenommen.
Baden-Württemberg: al-Nusra-Kämpfer wegen Terror-Verdacht verhaftet

Beamte des Landeskriminalamts Baden-Württemberg haben einen 23 Jahre alten Terrorverdächtigen aus Syrien festgenommen. Laut Bundesanwaltschaft soll der junge Mann zunächst im Jahr 2013 für die Vereinigung Dschabhat al-Nusra an Kampfhandlungen teilgenommen und später auch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) unterstützt haben. Für sie hat er den Ermittlungen zufolge Waffen und Medikamente in die syrische Stadt Aleppo transportiert. Dort sei er dann von der Freien Syrischen Armee (FSA) aufgegriffen worden.

Dem Mann wird Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung und deren Unterstützung sowie ein Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz vorgeworfen. Er sitzt in Untersuchungshaft. Details nannte die Bundesanwaltschaft nicht.

Der Beschuldigte sei laut AFP dringend verdächtig, im Jahr 2013 in Syrien der radikalislamischen al-Nusra-Front angehört zu haben. Konkret trat er demnach einer der Miliz zuzurechnenden Kampfgruppe bei und nahm in der Folge an Kampfhandlungen teil. Nach einem Kampfeinsatz habe er zur Belohnung mehr als hundert Handgranaten und mehrere Panzerfäuste erhalten. Spätestens im Juli

2015 habe sich seine Kampfgruppe aufgelöst.

Russland fordert seit Monaten von den USA und ihren Verbündeten, den Kampf gegen die al-Nusra mit Entschiedenheit zu führen.

Die al-Nusra ist eine der Söldner-Truppen, die von den mit dem Westen verbündeten Golfstaaten im Krieg in Syrien unterstützt wird.

Die Söldner werden aktuell von Russland und Syrien aus Ost-Aleppo gebracht. Wohin die Söldner am Ende reisen werden ist unklar.


Mehr zum Thema:  

DWN
Technologie
Technologie Ein Tesla-Unfall erschüttert das Märchen von der umweltfreundlichen E-Mobilität

Ein Unfall eines Tesla-Fahrers in Österreich wirft ernste Fragen für die gesamte Elektroauto-Branche auf. Zuerst musste der Wagen drei...

DWN
Politik
Politik Bundestag beschließt CO2-Sondersteuer: Auf den Mittelstand kommen schwere Zeiten zu

Der Bundestag hat die Sondersteuer auf die Emissionen des natürlichen Gases Kohlenstoffdioxid beschlossen. Besonders darunter leiden...

DWN
Finanzen
Finanzen Solvecon: Die Federal Reserve und das „Pfeifen im Walde“

Die Federal Reserve stellt ihre jüngsten Zinssenkungen als Versicherung gegen mögliche künftige Konjunkturschwächen dar. Man müsse...

DWN
Finanzen
Finanzen BRICS-Staaten bauen Alternative zum Zahlungssystem Swift auf

Die BRICS-Gruppe unterstützt Russlands Entwicklung einer Alternative zum globalen Transaktionsnetzwerk der Banken SWIFT, da dieses vom...

DWN
Deutschland
Deutschland Tesla-Fabrik in Brandenburg: Ihre Insolvenz wäre Deutschlands Segen

Über den geplanten Bau der Giga-Fabrik von Tesla in Brandenburg herrscht großer Jubel. Was kaum jemand bedenkt: Von der Fabrik würde...

DWN
Finanzen
Finanzen Daimler unter Ola Källenius: Ein Weltkonzern auf dem Rückzug an allen Fronten

Der Daimler-Vorstandsvorsitzende Ola Källenius hat tiefe Einschnitte angekündigt. Die geplanten Maßnahmen lesen sich wie ein Rückzug...

DWN
Finanzen
Finanzen Russlands Staatsfonds baut seine Dollar-Anlagen in großem Umfang ab

Russland wird den Anteil von Dollar-Assets in seinem Staatsfonds von aktuell rund 45 Milliarden Dollar deutlich reduzieren. Diese...

DWN
Finanzen
Finanzen Verluste deutlich ausgebaut: Die WeWork-Blase platzt

Das Unternehmen WeWork wurde erst von Medien und interessierten Kreisen gefeiert, nun setzt der Kater ein. Statt Gewinnen erwirtschaftet...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Deutschland, Japan, Südkorea: Die Exportweltmeister straucheln in die Krise

Der weltweite Abschwung hat vor allem in den großen Exportländern wie Deutschland, Japan und Südkorea zu einem Einbruch der Konjunktur...

DWN
Politik
Politik Bundesregierung beschließt Impfzwang für Kinder, Migranten und Gesundheitspersonal

Die Bundesregierung hat einen Impfzwang für Kinder, Migranten und Angestellten von Asylzentren und Krankenhäusern beschlossen.

DWN
Finanzen
Finanzen Analysen: Weltwirtschaft so schwach wie am Ende der letzten globalen Rezession

Umfragen der wichtigen Datenanbieter Ifo und IHS Markit zeichnen ein düsteres Bild der Weltwirtschaft. Beiden Instituten zufolge befinden...

DWN
Finanzen
Finanzen Schwerwiegende Fehler: Schwedens Zentralbank kritisiert nationale Statistikbehörde

Schwedens Statistikbehörde hat über mehr als ein Jahr fehlerhafte Arbeitslosendaten veröffentlicht, die bei Entscheidungen von Regierung...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Handelskammer: Jede vierte deutsche Firma will Kapazitäten in China senken

Knapp ein Viertel der deutschen Unternehmen in China zieht Produktionsstätten aus dem Land ab oder plant dies, so eine aktuelle Umfrage...

DWN
Deutschland
Deutschland Windkraft-Krisengipfel in Hannover: Die Politik steht zwischen Unternehmen, Bürgern und Verbänden

Die Windkraftbranche wird derzeit von Nackenschlägen erschüttert. Am vergangenen Freitag hat Enercon einen massiven Stellenabbau...

celtra_fin_Interscroller