Deutsche Auto-Lobby bremst beim Klima-Schutz

Die deutsche Autobranche fürchtet Nachteile durch überzogene Klimaschutzvorgaben.

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„Die EU sollte mit Augenmaß agieren und die Regulierungsschraube nicht einseitig zu Lasten der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Hersteller überdrehen“, sagte der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie, Matthias Wissmann, dem Berliner Tagesspiegel. Europa habe mit 95 Gramm pro Kilometer schon die strengsten CO2-Grenzwerte weltweit.

Der VDA-Präsident wandte sich auch gegen ein Verbot von Verbrennungsmotoren und den Abschied vom Diesel. „Wenn Europa seine Klimaschutzziele erreichen will, geht es nur mit dem Diesel“, sagte Wissmann. Die Forderung der Grünen, neue Benziner und Dieselfahrzeuge ab 2030 zu verbieten, mache „industrie- und umweltpolitisch keinen Sinn“. Die Grünen hatten sich auf einem Parteitag im November in ihrem energie- und verkehrspolitischen Beschluss dafür ausgesprochen, ab dem Jahr 2030 keine Autos mit Verbrennungsmotor mehr zuzulassen.

„Diejenigen, die das fordern, ignorieren, dass wir nicht auf einer Insel leben, sondern im internationalen Wettbewerb stehen“, kritisierte Wissmann. Der Weltmarkt für Autos werde weiter wachsen. Bald würden weltweit 100 Millionen neue Autos verkauft – „die meisten davon mit Verbrennungsmotor“.

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