Russland und Türkei fliegen gemeinsame Angriffe gegen ISIS

Russland und die Türkei sind am Montag dazu übergegangen, gemeinsame Luftschläge gegen die Terror-Miliz ISIS in Syrien auszuführen.

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Am Montag haben die Luftwaffen der Türkei und Russland erstmals gemeinsame Luftschläge gegen die Terror-Miliz ISIS in der syrischen Stadt Al-Bab geflogen, berichtet die türkische Zeitung Takvim. Es wurden 111 Ziele beschossen, so die russische staatliche Nachrichtenagentur Sputnik. 22 ISIS-Mitglieder sollen dabei getötet worden sein. Die russische Luftwaffe konzentrierte sich auf Deir Kak, das südwestlich von Al-Bab liegt. Dabei soll die russische Luftwaffe mehrere ISIS-Ziele zerstört haben, berichtet Voice of America (VoA).

Am 31. Dezember hatte der türkische Geheimdienst Russland darüber in Kenntnis gesetzt, dass sich im Süden von Al-Bab ein ISIS-Konvoi auf den Weg gemacht hat. Die russische Luftwaffe bombardierte daraufhin den Konvoi. Es wurden drei Luftschläge ausgeführt. Zwölf ISIS-Kämpfer starben bei den Angriffen. „Wir haben mit Russland eine Kooperation, die wir mit der US-geführten Anti-ISIS-Koalition nicht erreichen konnten. Die Jets beider Staaten führen Operationen in Al-Bab durch, doch wir informieren uns durchgehend gegenseitig und teilen Koordinaten“, zitiert die Hürriyet eine hochrangige militärische Quelle aus Ankara.

Der UN-Sicherheitsrat hat sich einstimmig hinter die russisch-türkische Friedensinitiative für Syrien gestellt, berichtet die AFP. Die Mitglieder des Rates begrüßten und unterstützten Bemühungen Moskaus und Ankaras um eine Friedenslösung, hieß es in einer gestern in New York verabschiedeten Resolution. Ein von Russland und der Türkei ausgearbeiteter Plan sieht neben einer seit Freitag geltenden landesweiten Waffenruhe Friedensverhandlungen in der kasachischen Hauptstadt Astana vor.

Der Sicherheitsrat betonte gleichzeitig, es müssten alle vorliegenden UN-Resolutionen zu Syrien umgesetzt werden. Die im Januar geplanten Gespräche in Astana seien „eine wichtige Etappe“ auf dem Weg zur Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen zwischen syrischer Führung und Opposition unter UN-Schirmherrschaft. Diese sollten am 8. Februar fortgesetzt werden.

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