Syrien und Russland starten Großoffensive gegen Al-Nusra

Die syrische Armee hat mit russischer Unterstützung eine Großoffensive gegen die Al-Nusra-Front gestartet. In der Stadt Homs sollen bereits acht Kommandeure der Al-Nusra-Front getötet worden sein.

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Am Dienstag hat die syrische Armee mit russischer Unterstützung eine Großoffensive gegen Söldner der Organisationen Al-Nusra-Front gestartet. Die Offensive konzentriert sich auf das Stadtteil Al-Mahatta in Homs, wo es eine hohe Konzentration an Al-Nusra-Kämpfern geben soll, berichtet die Nachrichtenagentur Tass.

Acht Kommandeure der Söldner-Truppe sollen getötet worden sein. Allerdings kam nicht die Luftwaffe, sondern die Artillerie der syrischen Armee zum Einsatz. Die syrische Nachrichtenagentur SANAA fügt hinzu, dass die Offensive auch Angriffe gegen die Terror-Miliz ISIS im Osten der Landschaft von Homs und auf Al-Bardeh bei Palmyra konzentrieren würden. Die Distanz zwischen Homs und Palmyra beträgt auf dem schnellsten Weg 160 Kilometer (Route 32 und Route 3).

Die türkische Zeitung Evrensel berichtet, dass die syrische Armee Mitte Dezember eine Offensive der Terror-Miliz ISIS im Osten von Homs zurückschlug. Die von der Türkei und Russland organisierte Waffenruhe für Syrien gilt nicht für die Al-Nusra-Front und ISIS. TürkRus berichtet, dass Russland bisher 27 Brüche der Waffenruhe registriert habe – acht in Hama, sieben in Aleppo, sieben in Latakia und fünf in Damaskus. Die türkische Seite hingegen hat sieben in Aleppo, sechs in Damaskus, zwei in Idlib zwei in Homs und einen in Daraa registriert.

Zur Beobachtung hatten Russland und die Türkei zuvor eine gemeinsame Beobachterkommission gegründet, berichtet Haberler.

Am 23. Januar sollen in der kasachischen Hauptstadt Astana Friedensgespräche zwischen der Regierung in Damaskus und Söldner-Gruppen stattfinden, berichtet die AFP. Die geplanten Friedensgespräche in Astana werden vom UN-Sicherheitsrat unterstützt. Anfang Februar sollen auch die Verhandlungen zwischen der syrischen Führung und der Opposition unter UN-Schirmherrschaft fortgesetzt werden.

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