China löst die USA als wichtigster Handelspartner Deutschlands ab

China ist 2016 erstmals zum wichtigsten Handelspartner Deutschlands aufgestiegen. Die USA fallen hinter Frankreich auf Platz drei zurück.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic
Angela Merkel mit dem chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping in Peking. China ist momentan der wichtigste Handelspartner Deutschlands. (Foto: dpa)

Angela Merkel mit dem chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping in Peking. (Foto: dpa)

Importe und Exporte zwischen beiden Ländern summierten sich auf fast 170 Milliarden Euro, wie aus Daten des Statistischen Bundesamtes hervorgeht, die der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag vorlagen. Auf Platz zwei kommt Frankreich mit gut 167 Milliarden Euro. Auf den dritten Rang rutschten mit fast 165 Milliarden Euro die Vereinigten Staaten, die 2015 noch die Nummer eins waren. „Angesichts der protektionistischen Pläne des neuen US-Präsidenten kann damit gerechnet werden, dass die Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und China in Zukunft noch weiter ausgebaut werden“, erklärte der Außenhandelsverband BGA. Nach dem Einfrieren der Verhandlungen um das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP sei es wichtig, dass sich die EU-Handelspolitik „nun aktiv Asien zuwendet“.

Das Problem für die deutsche Wirtschaft: Die Deals mit China sind in höchstem Maße politisch. Die deutschen Unternehmen sind von der Gunst der Regierung abhängig. Peking verfolgt außerdem eine Strategie der Bevorzugung für bestimmte Partner.

Größter Exportkunde der deutschen Wirtschaft bleiben hingegen die USA. Dorthin wurden Waren im Wert von fast 107 Milliarden Euro verkauft. Auf Platz zwei folgt Frankreich mit gut 101 Milliarden Euro. Das Nachbarland war von 1961 bis 2014 ununterbrochen größter Abnehmer von Waren „Made in Germany“ und wurde 2015 von den Vereinigten Staaten abgelöst. Auf dem dritten Rang folgt Großbritannien mit 86 Milliarden Euro.

Den größten Handelsüberschuss erwirtschaftete Deutschland mit Großbritannien: Die Exporte dorthin übertrafen die Importe hierher um mehr als 50 Milliarden Euro. Auf Rang zwei kommen die USA mit 49 Milliarden Euro vor Frankreich mit knapp 36 Milliarden Euro. Insgesamt erzielte Deutschland 2016 einen Exportüberschuss von mehr als einer viertel Billion Euro. Die Kritik daran wird unter dem neuen US-Präsidenten Donald Trump lauter: Sein Wirtschaftsberater wirft Deutschland, China und anderen Staaten Währungsmanipulationen zulasten der USA vor. Auch wurden Gegenmaßnahmen wie Strafzölle ins Spiel gebracht.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***

media-fastclick media-fastclick