USA: Riesiges Ölvorkommen in Alaska entdeckt

Der spanische Repsol hat vor Alaska ein riesiges Erdölvorkommen entdeckt. Der Fund dürfte der am Öl orientierten Energiepolitik der Regierung Trump entgegenkommen.

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Alaska hat keine guten Erinnerungen an Öl: Die Exxon Valdez lief am 23. März 1989 auf Grund, mit verheerenden Folgen für die Umwelt. (Foto: dpa)

Alaska hat keine guten Erinnerungen an Öl: Die Exxon Valdez lief am 23. März 1989 auf Grund, mit verheerenden Folgen für die Umwelt. (Foto: dpa)

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In Alaska ist ein riesiges Erdölvorkommen von 1,2 Milliarden Barrel entdeckt worden. Es handele sich um den größten Fund „von konventionellem Erdöl seit 30 Jahren auf US-Boden“, sagte ein Sprecher der spanischen Ölgesellschaft Repsol am Donnerstag für sein Unternehmen und seinen US-Partner Armstrong Energy. Das Förderpotenzial beträgt laut einer Mitteilung des Unternehmens bis zu 120.000 Barrel Öl pro Tag, die Produktion soll in vier Jahren starten.

Für Repsol ist es den Angaben zufolge der größte Erdölfund seit den zusammen mit dem italienischen Konzern ENI entdeckten Vorkommen in Perla in Venezuela. In Alaska fördert der spanische Konzern seit 2008 Erdöl. Die nun entdeckten Reserven liegen in zwei Quellen in der Region North Slope im Norden von Alaska, wo Repsol und Armstrong seit 2011 bereits andere Funde gemacht hatten.

Bis zu dem neuen Fund hatten die Erdölvorkommen in dem Gebiet als nahezu erschöpft gegolten. Repsol rechnet nach eigenen Angaben damit, im Jahr 2021 mit der Förderung der neu entdeckten Reserven zu beginnen. Auf Repsol entfallen dabei 49 Prozent der Fördermenge von maximal 120.000 Barrel pro Tag, auf Armstrong die restlichen 51 Prozent.

Für Repsol bedeutet das die Aussicht auf weitere wirtschaftliche Erholung. Das Unternehmen hatte vor allem unter seinem Weggang aus Libyen gelitten, wo es täglich 340.000 Barrel Öl gefördert hatte. Im vergangenen Jahr stieg die Fördermenge von Repsol weltweit insgesamt um 23 Prozent auf durchschnittlich 690.000 Barrel pro Tag.

Die Erdölproduktion im US-Bundesstaat Alaska war in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen: Seit dem Höhepunkt von zwei Millionen Barrel pro Tag im Jahr 1988 sank die Fördermenge um 68 Prozent. Derzeit werden in Alaska 600.000 Barrel pro Tag gefördert. Die von Nord nach Süd führende Trans-Alaska-Ölpipeline ist nur zu knapp einem Viertel ausgelastet.

Die Ölindustrie ist aber nach wie vor ein wichtiger Arbeitgeber in Alaska: Sie sichert 110.000 Bürgern in ganz Alaska – einem Drittel der Beschäftigten – den Arbeitsplatz. Der Haushalt des Bundesstaates kommt zu 90 Prozent aus den Erdöleinnahmen.

Alaska kennt aber auch die Kehrseite des Ölbooms: Im März 1989 rammte der Öltanker „Exxon Valdez“ ein Riff, woraufhin 42 Millionen Liter Rohöl ausströmten und die südliche Küste des Bundesstaates verseuchten.

Für Auseinadersetzungen sorgen auch regelmäßig die Folgen der Ölförderung für die Umwelt. Mit Blick auf die Fischerei- und Tourismuswirtschaft verbot der damalige US-Präsident Barack Obama 2014 Ölbohrungen in einer Bucht im Südwesten des Bundesstaates. Im folgenden Jahr erlaubte seine Regierung aber gegen den Protest von Umweltschützern neue Öl- und Gasbohrungen in den Arktisgebieten von Alaska, wenn auch unter strengen Auflagen.

Präsident Donald Trump setzt verstärkt auf Öl als Energiequelle. So setzte er unter anderem von seinem Vorgänger Obama gestoppte Pipeline-Projekte wieder in Kraft. Bei einem Treffen bei der CIA sagte Trump, dass es ein Fehler gewesen sei, sich im Nahen Osten vom Öl abzuwenden. Gemeinsam mit seinem neuen Außenminister Rex Tillerson, der von ExxonMobil kommt, dürfte Trump eine am Öl orientierte US-Geopolitik fortschreiben.

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