German Bionics: Erste deutsche Exoskelette sind marktreif

Ein deutsches Unternehmen führt bionische Exoskelette für die industrielle Nutzung ein. Die intelligente Technik könnte die Gesundheitssysteme erheblich entlasten.

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Als erster deutscher Hersteller stellt der Augsburger Robotik-Spezialist German Bionic Systems nach fünfjähriger Entwicklungsarbeit marktreife Exoskelette für den Einsatz in der industriellen Produktion vor. Exo- oder Außenskelette sind Mensch-Maschinen-Systeme, die menschliche Intelligenz mit maschineller Kraft kombinieren, indem sie die Bewegungen des Trägers unterstützen oder verstärken. Für diese neuartige Technologie, die die menschliche Arbeitskraft nachhaltig in die Industrie 4.0 integrieren soll, prognostiziert eine aktuelle Studie von ABI Research bereits für das Jahr 2025 ein Markvolumen von 1,9 Milliarden US-Dollar.

Exoskelette sollen zukünftig vor allem dort zum Einsatz kommen, wo menschliche Arbeit nicht sinnvoll durch Automatisierung oder Robotik-Systeme ersetzt werden kann. Hierzu zählen bestimmte Arbeitsprozesse in der industriellen Produktion, beispielsweise in der Automobilbranche, aber auch körperlich schwere Arbeiten im Baugewerbe, der Logistik oder im Pflegebereich. Da intelligente Mensch-Maschine-Systeme das Risiko von Arbeitsunfällen und überlastungsbedingten Erkrankungen signifikant verringern, werden Krankenstände zukünftig reduziert und Unternehmen und staatliche Gesundheitssysteme finanziell entlastet.

Um die Weiterentwicklung von intelligenten Mensch-Maschine- und KI-Systemen voranzutreiben, arbeitet German Bionic Systems an einer Software-Plattform, die auf Open Source-Technologie und offenen Standards basiert. Hierüber sollen alle Daten, die über die Sensoren in den Exoskeletten gesammelt werden, zu Analyse- und Forschungszwecken anonymisiert und frei verfügbar gemacht werden.

Zu den Investoren von German Bionic Systems zählen führende Köpfe aus der Technologie-Branche, wie Atlantic Labs-Gründer Christoph F. Maire, der Investor und ehemalige CEO von HERE, Dr. Michael Halbherr sowie der Unternehmer Armin G. Schmidt.

„Das Exoskelett ist die folgerichtige, technologische Weiterentwicklung, um Mensch und Maschine in der Industrie 4.0 sinnvoll und produktiv zusammenzuführen. Signifikant ist aus unserer Sicht aber vor allem der gesamtgesellschaftliche Nutzen, der durch die Reduzierung von Kosten im Gesundheitswesen bei gleichzeitiger Steigerung der Produktivität, erzielt wird“, sagt Dr. Peter Heiligensetzer, Experte für Mensch-Roboter-Kooperation und CEO von German Bionic Systems.

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