Anschlag Dortmund: Nun Verdacht auf rechtsextreme Täter

Beim Anschlag gegen Borussia Dortmund gibt es nun einen Verdacht auf rechtsextreme Täter.

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Trainer Thomas Tuchel mit Bundesinnenminister Thomas de Maizière vor dem Spiel in Dortmund am 12.04.2017. (Foto: dpa)

Trainer Thomas Tuchel mit Bundesinnenminister Thomas de Maizière vor dem Spiel in Dortmund am 12.04.2017. (Foto: dpa)

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Nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund (BVB) ist ein weiteres angebliches Bekennerschreiben aufgetaucht. Wie der Berliner Tagesspiegel am Freitag auf seiner Website berichtete, ging bei der Zeitung eine offenbar rechtsextreme E-Mail ein, in der es heißt, der Anschlag in Dortmund sei eine „letzte Warnung“. Der anonyme Verfasser berufe sich auf Adolf Hitler und drohe mit einem weiteren Anschlag. Auch werde gegen „Multi Kulti“ gehetzt.

Weiter heißt es laut Tagesspiegel in der E-Mail, am 22. April werde „buntes Blut fließen“. Der „Trupp Köln“ stehe bereit. Dem Bericht zufolge zielt die Drohung möglicherweise auf die geplanten Proteste gegen den AfD-Parteitag in Köln. Aus Sicherheitskreisen hieß es der Zeitung zufolge, dass das Schreiben ernst genommen werde. Die Mail könne mit dem Anschlag von Dortmund zu tun haben, es könne sich aber auch um einen Trittbrettfahrer handeln.

Reuters schreibt: „Experten zeigen sich seit Tagen skeptisch, was die Herkunft der Schreiben angeht. In Sicherheitskreisen hieß es zuletzt, ermittelt werde daher auch in Richtung rechter und linker Extremismus.“

Bislang ist unklar, wer den Anschlag am Dienstagabend verübt hat. Auf einen islamistischen Hintergrund verweisende Bekennerschreiben, die am Tatort in Dortmund gefunden wurden, sollten wahrscheinlich in die Irre führen, wie mehrere Medien laut AFP am Freitag unter Berufung auf eine islamwissenschaftliche Untersuchung berichteten. Möglicherweise hätten der oder die Verfasser eine radikalislamische Motivation nur vorgetäuscht.

Am Dienstagabend waren in Dortmund drei Sprengsätze in der Nähe des Mannschaftsbusses des Fußball-Bundesligisten explodiert, als sich die Spieler auf dem Weg zu der Champions-League-Partie gegen den AS Monaco befanden. Dabei wurden der Dortmunder Fußballer Marc Bartra und ein Polizist verletzt.

Nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund (BVB) wollen die Bundesländer einem Bericht zufolge ihre Einsatzkonzepte überprüfen. Die Prüfung betreffe sportliche und kulturelle Großveranstaltungen wie etwa Bundesligaspiele und Konzerte, bei denen die Sicherheitsvorkehrungen notfalls aufgestockt werden müssten, berichtete die „Bild“ (Samstagsausgabe).

Dies hätten die zuständigen Experten der Innenministerkonferenz (IMK) von Bund und Ländern in einer Telefonkonferenz vereinbart. Bereits vereinbart worden sei dabei, die „Zugänge zu den Veranstaltungen verstärkt zu kontrollieren“, den „Objekt- und Personenschutz“ anzupassen und die „Einsatzkräfte zu sensibilisieren“.

Nach „Bild“-Informationen setzte die Bundespolizei zudem am Mittwochabend aus Anlass der beiden Champions-League-Begegnungen Beamte der Anti-Terror-Bereitschaftspolizei BFE+ ein. Sie operierten dem Bericht zufolge verdeckt und seien nur für „den Fall der Fälle“ vor Ort gewesen.

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