Österreich: FPÖ geht auf Distanz zu Marine Le Pen

In Österreich geht die FPÖ nach der Niederlage von Marine Le Pen auf Distanz zum Front National.

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Die FPÖ in Österreich hat als Reaktion auf den Ausgang der französischen Präsidentschaftswahl die inhaltlichen Unterschiede zum Front National betont. «Wir sind in vielen Punkten nicht im Einklang», sagte FPÖ-Parteichef Heinz-Christian Strache am Sonntagabend in der ORF-Sendung «Im Zentrum». Das gelte nicht zuletzt für das Verhältnis zur EU. «Wir wollen nicht austreten, sondern das EU-Projekt in die richtige Richtung entwickeln.» Die Chefin des Front National, Marine Le Pen, hatte dagegen ein Referendum zum EU-Austritt Frankreichs angekündigt.

Auch wirtschaftspolitisch seien die beiden Parteien nicht vergleichbar, meinte Strache. Le Pen verfolge hier einen sozialistischen Weg. «Wir sind heute viel stärker in der Mitte der Gesellschaft angekommen als Marine Le Pen», sagte der FPÖ-Chef zum Kurs seiner Partei in Österreich. Die FPÖ arbeitet aktuell an einem Wirtschaftsprogramm, um nicht nur mit ihren ausländerkritischen Ansichten auf Wähler zu hoffen. Le Pen hatte bei der Wahl am Sonntag deutlich gegen Emmanuel Macron verloren.

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