Helaba meldet Gewinneinbruch wegen EZB-Politik

Die Helaba meldet einen Gewinneinbruch und sieht die Hauptursache in der EZB-Politik.

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Bei der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) ist der Gewinn im ersten Quartal um fast die Hälfte eingebrochen. Das Ergebnis vor Steuern sank auf 75 (Vorjahr: 138) Millionen Euro, wie die Helaba am Dienstag mitteilte. Hauptgrund dafür waren Bilanzierungseffekte. Der Zinsüberschuss schrumpfte weiter um acht Prozent. Das machte die Helaba allerdings dadurch wett, dass sie mehr Rückstellungen für faule Kredite auflösen konnte als sie neu bildete. Der Nettogewinn ging auf 47 (91) Millionen Euro zurück.

Vorstandschef Herbert Hans Grüntker sieht sich durch den Jahresauftakt in seinen pessimistischen Erwartungen für das Gesamtjahr bestätigt. Die Negativzinsen und das Programm der Europäischen Zentralbank (EZB) zum Aufkauf von Anleihen hinterließen ihre Spuren, erklärte er. Die Helaba rechne daher für 2017 weiter mit einem „spürbaren Ergebnisrückgang“. 2016 hatte sie vor Steuern 549 Millionen Euro erwirtschaftet. „Mit der Entwicklung des Kundengeschäfts sind wir insgesamt zufrieden“, sagte Grüntker.

Die Kapitalpolster der Frankfurter Landesbank sind erneut dicker geworden. Bis Ende März stieg die harte Kernkapitalquote auf 14,1 (Ende Dezember: 13,8) Prozent.

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