Fidelity erlaubt Bitcoin als Zahlungsmittel in der Kantine

Fidelity erlaut Bitcoin als Zahlungsmittel in der Kantine.

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Virtuelle Währung Bitcoin. (Foto: dpa)

Virtuelle Währung Bitcoin. (Foto: dpa)

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Die Mitarbeiter des US-Vermögensverwalters Fidelity Investments dürfen ihr Essen in der Kantine künftig mit Bitcoin bezahlen. Am Dienstag sagte Fidelity-Chefin Abigail Johnson auf einer Konferenz in New York, dass ihr Unternehmen Risikokapital in Firmen investiert habe, die mit Bitcoins handeln. „Ich bin in einem traditionellen Finanzdienstleistungsgeschäft – aber wir bei Fidelity sehen, dass die technologische Entwicklung unsere Branche straucheln lässt“, zitiert die Financial Times Johnson.

Die technologische Entwicklung könnte nach Ansicht von Johnson die Möglichkeit bieten, Werte zu transferieren – genauso wie das Internet Informationen transferiert. Firmen wie Fidelity befürchten, dass sie die Zeichen der Zeit nicht richtig deuten und deshalb die Entwicklung bei digitalen Währungen verpassen könnten. Auslöser dieses Gefühls ist die Tatsache, dass der Handel mit Bitcoins mittlerweile sogar die Wall Street beeinflusst. Doch die staatlichen Regulierer beäugen die Bitcoin-Branche mit Argwohn. Sie befürchten, dass insbesondere Cyberkriminelle von Bitcoins Gebrauch machen könnten.

Fidelity hält nun rund 2,2 Milliarden US-Dollar in verwalteten Vermögenswerten und übernimmt die Renten- und Sparpläne von rund 26 Millionen Menschen und 23.000 Unternehmen.

Die Bitcoin-Währung hat im aktuellen Jahr gegenüber dem Dollar 135 Prozent an Wert gewonnen. Im März 2017 war der Kurs von Bitcoins auch erstmals teurer als Gold. Johnson sagt, dass bisher weniger als hundert Mitarbeiter mit Bitcoins in der Cafeteria des Fidelity-Hauptsitzes bezahlt hätten.

Trotzdem warnt beispielsweise die Bundesbank vor Bitcoins. „Der Bitcoin ist ein Spekulationsobjekt, dessen Wert sich rapide verändert“, so das Vorstandsmitglied Carl-Ludwig Thiele. Aus Sicht der Bundesbank sei der Bitcoin kein geeignetes Medium, um Werte aufzubewahren. Das zeigt ein Blick auf die „sehr schwankungsanfällige Kursentwicklung“. Doch ein Verbot der digitalen Währung komme nicht in Frage.

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