Silicon Valley wechselt auf Server von Herstellern aus Asien

Große Technologiekonzerne wie Google und Amazon kaufen ihre Ausrüstung bei No-Name-Anbietern aus Asien.

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Ein Verteilerpunkt, in dem zahlreiche Glasfaserkabel unter anderem zur Übertragung von Hochgeschwindigkeitsinternet zusammenlaufen. Dies und vor allem Server sind bei No-Name-Anbietern günstiger. (Foto: dpa)

Ein Verteilerpunkt, in dem zahlreiche Glasfaserkabel unter anderem zur Übertragung von Hochgeschwindigkeitsinternet zusammenlaufen. (Foto: dpa)

Im riesigen Markt für Computer-Ausrüstungen und Servern bahnt sich eine Umwälzung an. Offenbar gehen große Technologiekonzerne wie Google, Amazon und Facebook dazu über, ihre Hardware bei unbekannten Billiganbietern aus Asien zu kaufen, statt auf die Produkte US-amerikanischer Traditionsfirmen wie Dell oder Hewlett Packard zu vertrauen.

In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres verkauften Unternehmen aus Asien ohne bekannte Marke rund 20 Prozent aller Computer-Server weltweit, schätzt der Branchendienst IDC. Der Markt besitzt riesiges Potential: Schätzungen zufolge werden Unternehmen und Regierungen im laufenden Jahr allein Hardware im Gesamtumfang von 1 Billion Dollar kaufen. Zum Vergleich: Der Markt für Dienstleistungen und Beratungen im IT-Sektor beläuft sich weltweit auf etwa 650 Milliarden Dollar und jener für Computer-Software auf rund 450 Milliarden Dollar.

Noch stammen jeweils etwas über 20 Prozent aller weltweit verkauften Server von Dell sowie dessen Konkurrenten Hewlett Packard Enterprise. Cisco kommt auf etwa 7 Prozent. Doch die Tendenz ist eindeutig. Die Verkäufe von Hewlett Packard brachen in den vergangenen 6 Monaten um rund 13 Prozent ein. Die Firma machte dafür einen Rückgang der Bestellungen von einem Großkunden – wahrscheinlich Microsoft – verantwortlich.

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