EZB: In Deutschland gibt es zu viele Banken

Nach Ansicht der EZB-Bankenaufsicht steht der deutschen Bankenbranche eine grundlegende Konsolidierung bevor.

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Deutschland hat nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank (EZB) zu viele Banken, berichtet die Nachrichtenagentur AFP. „Mit rund 1600 sind es eigentlich zu viele“, sagte EZB-Direktorin Sabine Lautenschläger dem Tagesspiegel. Sie fordert daher einen Ausleseprozess bei den Finanzhäusern. „Konsolidierung ist notwendig“, sagte Lautenschläger, die auch stellvertretende Vorsitzende der EZB-Bankenaufsicht ist.

Zudem müssten sich die Kunden auf steigende Preise für Bankdienstleistungen einstellen. So günstig wie derzeit könnten nicht alle Angebote der Banken bleiben, sagte die EZB-Direktorin. „Auch wenn der Aufseher die Preise nicht bestimmt, sollte grundsätzlich für eine gute Dienstleistung auch ein angemessener Preis bezahlt werden. Umsonst kann sie auf Dauer nicht sein.“ Die Verdienstmargen der deutschen Geldhäuser seien niedrig. Zudem unterhielten viele ein teures Filialnetz. „Kredite sind billig, manche zu billig, und einige Bankdienstleistungen werden umsonst angeboten. Das zehrt an den Erträgen.“