EZB: In Deutschland gibt es zu viele Banken

Nach Ansicht der EZB-Bankenaufsicht steht der deutschen Bankenbranche eine grundlegende Konsolidierung bevor.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic
Die Frankfurter Skyline wird von Banken beherrscht. (Foto: dpa)

Die Frankfurter Skyline. (Foto: dpa)

Deutschland hat nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank (EZB) zu viele Banken, berichtet die Nachrichtenagentur AFP. „Mit rund 1600 sind es eigentlich zu viele“, sagte EZB-Direktorin Sabine Lautenschläger dem Tagesspiegel. Sie fordert daher einen Ausleseprozess bei den Finanzhäusern. „Konsolidierung ist notwendig“, sagte Lautenschläger, die auch stellvertretende Vorsitzende der EZB-Bankenaufsicht ist.

Zudem müssten sich die Kunden auf steigende Preise für Bankdienstleistungen einstellen. So günstig wie derzeit könnten nicht alle Angebote der Banken bleiben, sagte die EZB-Direktorin. „Auch wenn der Aufseher die Preise nicht bestimmt, sollte grundsätzlich für eine gute Dienstleistung auch ein angemessener Preis bezahlt werden. Umsonst kann sie auf Dauer nicht sein.“ Die Verdienstmargen der deutschen Geldhäuser seien niedrig. Zudem unterhielten viele ein teures Filialnetz. „Kredite sind billig, manche zu billig, und einige Bankdienstleistungen werden umsonst angeboten. Das zehrt an den Erträgen.“

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung. Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung! Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***