Investoren werden misstrauisch: Snap-Aktie auf Talfahrt

Die Aktie der Snapchat-Mutter Snap ist nach Ende der Verkaufs-Sperrfrist deutlich eingebrochen.

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Die beiden Unternehmensgründer Evan Spiegel (r, CEO) und Bobby Murphy (M, Co-Gründer) läuten am 02.03.2017 die Eröffnungsglocke der New Yorker Börse, rechts Börsenchef Thomas Farley. (Foto: dpa)

Die beiden Unternehmensgründer Evan Spiegel (r, CEO) und Bobby Murphy (M, Co-Gründer) läuten am 02.03.2017 die Eröffnungsglocke der New Yorker Börse, rechts Börsenchef Thomas Farley. (Foto: dpa)

Die Entwicklung des Snap-Kurses seit März. (Grafik: ariva.de)

Die Entwicklung des Snap-Kurses seit März. (Grafik: ariva.de)

Nach dem Ablauf der nach einem Börsengang üblichen Verkaufs-Sperrfrist für bestimmte Aktionäre (Lock-Up-Frist) haben die Aktien der Snapchat-Mutter Snap am Montag Federn gelassen, berichtet Reuters. Die Titel fielen zwischenzeitlich um fünf Prozent auf 13,10 Dollar und notierten damit so niedrig wie noch nie seit dem Börsengang am 2. März. Seinerzeit waren die Aktien mit einem Ausgabekurs von 17 Dollar an den Start gegangen und danach auf bis zu 27 Dollar gestiegen. Gegen Ende des Handelstages lagen die Papiere nur noch mit etwa 0,5 Prozent im Minus.

Erstmals können nun Altaktionäre oder Angestellte ihre Aktien verkaufen. „Viele Anleger hatten schon damit gerechnet, denn schließlich ist die Frist ja allen bekannt“, sagte ein Börsianer. Die Snap-Aktie ist seit ihrem Höchstkurs Anfang März praktisch kontinuierlich im Wert gesunken.

Anfang März hatten Snap einen Traumstart auf das Parkett gelegt. Dies war umso erstaunlicher, weil bereits damals klar war, dass das Unternehmen nicht solide ist: Snapchat hat noch nie Gewinne gemacht und erwartet auch für die nahe Zukunft keine. Die Aktionäre haben zudem kein Mitspracherecht. Trotzdem brachte der Börsengang etwa 34 Milliarden Dollar ein. Inzwischen zweifeln aber offenbar immer mehr Anleger am Geschäftsmodell des Messaging-Dienstes, mit dem man Botschaften versenden kann, die nach kurzer Zeit wieder verschwinden.

Der genaue Umfang der Aktien, die am Ende der Verkaufsfrist gehandelt werden könnten, ist nicht bekannt. Der Finanzblog Zerohedge zitiert die US-Großbank JPMorgan mit einer Schätzung, dass rund 400 Millionen Aktien am 31. Juli verfügbar werden. MKM glaubt, dass rund 60 Prozent der 844 Millionen ausstehenden Aktien zum Handeln freigegeben werden.

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