Mitarbeiter der Bank of England streiken für mehr Lohn

Dutzende Mitarbeiter der britischen Zentralbank haben ihre Arbeit niedergelegt.

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Ein Mitarbeiter der Bank of England trägt am 01.08.2017 in London eine Maske von Mark Carney, dem Gouverneur der Bank of England, zu Beginn eines dreitägigen Streiks. (Foto: dpa)

Ein Mitarbeiter der Bank of England trägt am 01.08.2017 in London eine Maske von Mark Carney, dem Gouverneur der Bank of England, zu Beginn eines dreitägigen Streiks. (Foto: dpa)

Erstmals seit mehr als 50 Jahren streiken die Beschäftigten der britischen Zentralbank Bank of England, berichtet AFP. Angestellte versammelten sich am Dienstagmorgen zu einer Kundgebung vor dem Gebäude und forderten einen „fairen Lohn“. Sie wollen die Arbeit an drei Tagen niederlegen. Der Ausstand trifft die Notenbank während ihrer Zinssitzung, deren Beschlüsse am Donnerstag veröffentlicht werden.

Die Teilnehmer der Kundgebung trugen Masken ihres Chefs Mark Carney und schwenkten Plakate. Sie zeigten sich empört, dass sie schon das zweite Jahr in Folge eine Lohnerhöhung bekommen sollen, die die Preissteigerung nicht ausgleicht. Ein Drittel der Beschäftigten werde in diesem Jahr sogar gar keine Lohnerhöhung bekommen.

Betroffen sind nach Angaben 150 Beschäftigte in drei Abteilungen der Zentralbank. Wie viele in den Streik traten, konnte eine Sprecherin der Gewerkschaft nicht sagen. Ein Sprecher der Bank versicherte, die Arbeit der Zentralbank werde „normal“ ablaufen. Die Bank sei zu Verhandlungen bereit. Für den Streik hätten aber nur zwei Prozent der Belegschaft gestimmt.

Sollte sich die BoE in der Gehaltsfrage nicht bewegen, droht die Gewerkschaft „Unite“ mit einer Ausweitung des Ausstands auf weitere Abteilungen. Die als „Old Lady“ bekannte und 1694 gegründete Zentralbank ist unabhängig von der Politik. Sie folgt jedoch bei der Entlohnung des Großteils ihrer Mitarbeiter der Regierungslinie, wonach Gehaltserhöhungen für Staatsbedienstete bei einem Prozent gedeckelt werden sollen. Zuletzt sind die Lebenshaltungskosten auf der Insel im Zuge der Pläne für einen britischen EU-Austritt und der Schwäche der Landeswährung Pfund zum Euro jedoch stark gestiegen.

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