EU-Kommission will keine Quoten für Elektroautos

Die EU-Kommission plant nach eigener Aussage keine Quote für Elektroautos. Auch das Bundesverkehrsministerium zeigt sich ablehnend.

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Die EU-Kommission plant keine Quotenvorgaben für Elektroautos, berichtet Reuters. Generell sollten schadstoffarme Wagen gefördert werden, Quoten seien in diesem Zusammenhang aber nicht vorgesehen, sagte eine Sprecherin der Brüsseler Behörde am Montag. Es solle keine Technologie „diskriminiert“ werden.

Zuvor kursierten Meldungen, wonach die EU-Kommission eine Quote für Elektroautos ab dem Jahr 2025 prüfe. Eine Mindestabsatzquote könne neben schärferen Grenzwerten für den CO2-Ausstoß schon in einem Maßnahmenpaket zur klimaschonenden Mobilität enthalten sein, das die Kommission bis zum Jahresende vorlegen wolle. Die Höhe einer solchen Quote sei noch offen.

Auch das Bundesverkehrsministerium will anders als das Umwelt- und das Wirtschaftsministerium derzeit nichts von der mittelfristigen Einführung einer Quote für Elektro- oder andere schadstoffarme Autos wissen, berichtet Reuters. „Ich kenne keinen Vorschlag zu einer Quote“, sagte ein Sprecher des Verkehrsministeriums am Montag. Er bezog sich damit auf einen Bericht, nach dem über eine solche Quote in der EU nachgedacht werde. Das Ministerium wollte sich nicht festlegen, welche Antriebsart die Zukunft prägen könnte. „Deshalb plädieren wir an dieser Stelle für Technologieoffenheit“, unterstrich der Sprecher. „Wir wollen, dass Deutschland ein Automobilland bleibt“, ergänzte er.

Das Bundeswirtschaftsministerium hatte sich wie zuvor schon das Umweltministerium offen gezeigt für verbindliche Ziele für E-Autos. „Wir wollen, dass Deutschland auch in Zukunft das Automobilland Nummer 1 ist“, sagte Wirtschaftsstaatssekretär Matthias Machnig der Nachrichtenagentur Reuters. Themen wie Digitalisierung und neue Technologien bei Antrieben entschieden darüber, wer künftig an der Spitze stehen werde. „Deshalb sollten wir auch über ein verbindliches Ziel für den Hochlauf der Elektromobilität in Europa und damit auch in Deutschland sprechen“, sagte er.

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